{"id":1151,"date":"2008-12-03T19:48:52","date_gmt":"2008-12-03T17:48:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1151"},"modified":"2008-12-03T19:48:52","modified_gmt":"2008-12-03T17:48:52","slug":"night-and-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1151","title":{"rendered":"Night and Day"},"content":{"rendered":"<p>Mit einem Haushalt kommen viele Pflichten. Die meisten davon werden von anderen kaum gesehen. Und ich ertappe mich oft dabei sie selbst zu \u00fcbersehen, dieser Tage. Meine Gedanken kreisen. Immer wieder um die gleiche Stelle.<!--more--><\/p>\n<p>Am Wochenende trugen wir den Vater der beiden Izhkarioth Jungen zu Grabe. Gerade wegen dieser Gelegenheit f\u00e4llt es schwer die beiden an dieser Stelle Mann zu nennen. Den wenn man den Vater verliert ist kaum noch irgendwer ein Mann, sondern ein paar Augenblicke nur der Junge. Bleibt zu hoffen sie erholen sich bald. Lynne w\u00e4re wahrscheinlich gern dabei gewesen, jedoch hielt ich es letztendlich doch f\u00fcr besser, da\u00df sie zur\u00fcck bleibt. Der Weg f\u00fchrte \u00fcber die Felder Fornosts &#8211; kaum ein Ort, den eine Schwangere betreten sollte. Und ich will sie nicht gef\u00e4hrden. Dieses junge Leben darf nicht auf so kahlen Feldern enden. Schon gar nicht ehe es geboren ist.<\/p>\n<p>Ein Brief erreichte mich &#8211; von dem Mann, der noch vor Monaten stet Immertreu zu sprechen w\u00fcnschte. Und daf\u00fcr bereit war gegen jedwede Regeln zu versto\u00dfen. Ich erkenne, da\u00df ich was ihn angeht nicht v\u00f6llig unbefangen bin. Also \u00fcbertrug ich die Kontaktaufnahme an Ellena. Sie ist eine gute Diplomatin. Mein Bruder wird eine gute Frau in ihr haben. Ich hoffe, sie und Lynne k\u00f6nnen etwas Vertrauen zueinander fassen. Ich f\u00fcrchte, mein geliebter Wind k\u00f6nnte sonst all zu schnell vereinsamen, so hoch oben. Auf unbekannten Boden.<\/p>\n<p>Und auch ich schrieb. An Wogenwolf. Jedoch erhielt ich bisher noch keine Antwort. Vermutlich sollte ich mir keine Sorgen machen. Aber er ist nun schon relativ lange weg, sogar f\u00fcr seine Verh\u00e4ltnisse. Bleibt die Frage, was in aller Welt der Mann \u00fcberhaupt jedesmal treibt, wenn er verschwindet. Es ist wahrscheinlich besser ich frage nicht&#8230; Sanguisa wu\u00dfte eins von einem Vertrauenstest zu berichten. Ein Test, ob man mir trauen k\u00f6nne. Und nun, da sie ging, frage ich mich ob nicht vielmehr ich es bin, der pr\u00fcfen sollte, ob er ihm noch trauen kann. Rodgar stand ihr immer sehr nahe. Doch ob es ein zu nah ist vermag ich nicht zu sagen. Und auch \u00fcber Sanguisas Beweggr\u00fcnde wei\u00df ich zu wenig um ein wirkliches Urteil zu bilden. Sie wird ihre Gr\u00fcnde haben, nur werde ich wohl sehr anderer Meinung sein, nehme ich an. Die Frage die bleibt ist also, welche Meinung teilt er. Es widerstrebt mir dem Gedanken zu folgen, er m\u00fcsse sich \u00fcberhaupt entscheiden. Was er wohl gesagt h\u00e4tte, h\u00e4tte er Lynnes Reaktion auf das Bild das er stach gesehen&#8230; Ob ihr L\u00e4cheln, ihre Faszination ihm geschmeichelt h\u00e4tte? Oder w\u00e4re es ihm schlicht gleichg\u00fcltig gewesen? Es gab Zeiten in denen ich geglaubt h\u00e4tte, ich k\u00f6nne diese Frage beantworten. Aber wen kenne ich wirklich.<\/p>\n<p>Der F\u00fcrst einer Geisterstadt also, so wird es hei\u00dfen. Dennoch geben sich einige alle M\u00fche ihre Aufgaben bestm\u00f6glich zu erf\u00fcllen. Und dennoch komme ich nicht weg von der Bef\u00fcrchtung, sie w\u00fcrden ihre Meinung alsbald \u00e4ndern &#8211; und gehen. Unvorhergesehen. Vorwarnungslos. Wie lange w\u00fcrde ich das schon aushalten, ohne ein zu schweres Gewicht f\u00fcr die Frau zu werden, die ich liebe&#8230; In jedem Fall zu kurz.<\/p>\n<p>Dieses Kind braucht stabileren Boden als das, was ich hier liefere. Wenn ich mich nur erinnern k\u00f6nnte, was zu tun ist&#8230; Ich suche diesen einen, diesen treibenden Funken und finde doch nur den schwachen Schein ferner Flammen. Aber ich sp\u00fcre auch den Wind in meinem R\u00fccken. Die Richtung wird bald stimmen, so hoffe ich. Und bis dahin sollte ich wohl mehr Geduld haben. Nicht zuletzt mit mir.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einem Haushalt kommen viele Pflichten. Die meisten davon werden von anderen kaum gesehen. Und ich ertappe mich oft dabei sie selbst zu \u00fcbersehen, dieser Tage. Meine Gedanken kreisen. 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