{"id":1171,"date":"2008-12-10T13:52:05","date_gmt":"2008-12-10T11:52:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1171"},"modified":"2008-12-10T13:52:05","modified_gmt":"2008-12-10T11:52:05","slug":"thunder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1171","title":{"rendered":"Thunder"},"content":{"rendered":"<p>Es ist also n\u00f6tig geworden, nach Bree zu gehen. Da die Zunft zerschlagen ist und das Personal der Stadtwache in gro\u00dfen Teilen ausgetauscht, gibt es schlicht keinen Grund mehr die Stadt zu meiden. Und sich zu zeigen kann nicht schaden.<!--more--><\/p>\n<p>Allerlei seltsame Gestalten treiben sich in den Gassen und Wirtsh\u00e4usern Brees herum. Wie es scheint, w\u00fcnschen die meisten davon derzeit meinen Tod. Oder besser, w\u00fcnschten. Wobei ich keinen Zweifel hege, da\u00df die Zahl derer, die es nach wie vor tun, immernoch hoch genug ist. Und sie wird nie auf Null sinken. Dennoch ist es so, da\u00df ausgerechnet von jenen, die in Bree am meisten verschrien sind &#8211; ob nun zu Recht oder nicht &#8211; mir am meisten Hilfe zu teil wird. Und daf\u00fcr jene, auf die ich mich am ehesten verlassen k\u00f6nnen sollte genau die sind, auf die ich mich nicht verlassen kann, nimmt man meinen eigenen Haushalt aus.<\/p>\n<p>Da haben wir zum Beispiel Taraja. Eine Angeh\u00f6rige Sonnenwinds, die auf die Zugeh\u00f6rigkeit zu dieser Gemeinschaft sehr stolz ist. Eine Gemeinschaft, die Wert auf Ehrgef\u00fchl und Integrit\u00e4t legt. Dennoch ist ausgerechnet sie es, die entweder M\u00f6rder auf mich ansetzt, oder zumindest bereit ist als Mittelsmann zu fungieren &#8211; oder auch einfach nur selbst Geld daf\u00fcr nimmt meinen Kopf zu beschaffen. Ich wei\u00df nicht genau was davon nun wirklich zutrifft, aber ich glaube, keines davon w\u00fcrde auf sonderlich wohlwollende Ohren in ihren Reihen sto\u00dfen, auch wenn man meinen Namen dort nicht sonderlich zu sch\u00e4tzen scheint. Ich verstehe auch nicht, warum sie so ist. Jede Kritik die sie hatte, h\u00f6rte ich in aller Geduld und versuchte die besagten Punkte zu behandeln, so gut ich eben konnte. Anscheinend verdient man in Bree daf\u00fcr den Tod&#8230;<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite ist da zum Beispiel Carya. Eine Frau, die ich kaum kenne, die mich nicht kennt. Welche mich aber k\u00fcrzlich noch in Tarajas Begleitung aufsuchte, dann anscheinend selbst mitzuwirken gedachte an diesen Pl\u00e4nen &#8211; und es nun aber vorzieht meine Gesellschaft zu suchen. Sie ist eine Elbe&#8230; Ein R\u00e4tsel, wie sie \u00fcberhaupt daran denken konnte zu den Waffen zu greifen&#8230;<\/p>\n<p>Auch Brelans Name fiel. Auf allen Seiten zwischen Sch\u00fctzer und Attent\u00e4ter. Er ging, weil er mir nicht trauen konnte, so sagte er. Nur einmal wandte ich tats\u00e4chliche Gewalt gegen ihn an, wenn man es so nennen will. Ein Brandzeichen gegen den Ungehorsam, welchen er bis dahin mehrfach bewiesen hatte. Und er wu\u00dfte, da\u00df etwas in diese Richtung geschehen mu\u00dfte. Dennoch spricht er von gebrochenem Vertrauen. Er, der meinen Kopf f\u00fcr einen Preis zu verkaufen scheint.<\/p>\n<p>Und dann noch dieser Lesterdt&#8230; Ein Zeitgenosse, der mir schon vorher bekannt war, dank seiner Verbindung zu Marathil und Brelan. Er zeichnete sich vor allem dadurch aus bei unserem ersten Treffen ein m\u00f6glichst unsympathisches Verhalten an den Tag zu legen, mich in meiner Position in Frage zu stellen und dar\u00fcber hinaus anzumerken, da\u00df mein Kleidergeschmack offensichtlich unter dem seinen l\u00e4ge. Inzwischen jedoch versucht auch er die Attent\u00e4ter aufzusp\u00fcren, l\u00e4\u00dft sich auf das ein oder andere philosophische Gespr\u00e4ch ein und diskutiert mit bemerkenswerter Bereitschaft die Heraldik des Hauses. Ein seltsamer Mann. Ausgerechnet durch ihn Hilfe zu erhalten ist mehr als \u00fcberraschend. Ich frage mich, wie er inzwischen zu diesem Titel steht.<\/p>\n<p>Derweil leisten die Klingen, die Hauswachen und auch die Kavallerie \u00fcberdurchschnittlich gute Arbeit. Die Klingen umgeben mich stets, achten mit akribischer Genauigkeit auf meinen Schutz, sind so freundlich sie es eben sein m\u00fcssen, dennoch so professionell um keinen Fehler zu machen. Gleiches gilt f\u00fcr die Wachen des Hauses. Und die Kavallerie versteht die eigene, \u00e4u\u00dferst flexible Position in Situationen wie diesen. Besonders f\u00e4llt mir tats\u00e4chlich Drakomir auf. Ein Mann, den ich bisher nur mit einem Bordell in Verbindung brachte. Aber er scheint sich bei den Klingen wohl zu f\u00fchlen und nimmt seine Aufgabe \u00e4u\u00dferst ernst. Ich gestehe, da\u00df ich ihm das alles gar nicht zugetraut h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Was mich \u00fcberraschte, war Sanguisa an der Seite Taronas zu sehen&#8230; Kein gutes Zeichen.\u00a0 Die Kr\u00e4he wird Rodgars R\u00fcckkehr und deren Umst\u00e4nde kaum sonderlich begr\u00fc\u00dfen. Ich glaube sogar ihren Mann geh\u00f6rt zu haben, welchen wir bis dato alle f\u00fcr tot hielten. Ich verstehe nach wie vor nicht, warum sie ging. Mu\u00df es aber wohl hinnehmen. Jedenfalls bedeutet es nichts Gutes, sie bei Tarona zu sehen. Sanguisa ging nicht so im Guten, wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte. Und sie war nie jemand, der mit ihrer Meinung hinter den Berg h\u00e4lt. Taronas Mann bereits war schon wenig begeistert von den Umgangsformen im Haus. Man mu\u00df kein Genie sein um sich den Rest auszumalen. Dennoch, immerhin wollte sie mich warnen &#8211; damit also w\u00e4re das halbe Dutzend an Warnern voll. Ich glaube fast, es hat sie verletzt, da\u00df mich ihre Nachricht nicht \u00fcberraschte. Gerade sie jedoch m\u00fc\u00dfte sich bewu\u00dft sein, da\u00df es immer jemanden gibt, der einem ans Leder will. Merkw\u00fcrdig.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit mu\u00df mein geliebter Wind tapfer sein&#8230; W\u00e4hrend sie neben mir steht und meine Hand h\u00e4lt, mir Ruhe gibt wenn ich drohe dem Zorn nachzugeben, ist sie es, die h\u00f6ren mu\u00df wie man ihrem Mann ans Leben will. Es mu\u00df f\u00fcr sie scheinen, als w\u00fcrden mich diese Drohungen nicht k\u00fcmmern. Ich nehme sie ernst. Aber ihnen auch nur im Ansatz nachzugeben w\u00fcrde Schw\u00e4che bedeuten. Und die w\u00e4re genau in dieser Anfangsphase fatal. So mu\u00df sie dulden wie ihr Mann zu jedem freundlich l\u00e4chelt, ungeachtet der eigentlichen Emotion, die dahinter stecken mag. Sie lernt also auf diesen seltsamen Planken zu stehen. Bisher gibt sie eine sehr gute Figur ab, auch wenn sie sich jedesmal kaum zu mir vorzuwagen scheint. Dabei brauche ich sie so notwendig wie die Luft zum atmen! Alrich scheint das sehr wohl begriffen zu haben. Er ist es, der sie jedesmal eiligst zu mir l\u00e4\u00dft. Auch Mewen glaube ich l\u00e4cheln gesehen zu haben&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist also n\u00f6tig geworden, nach Bree zu gehen. Da die Zunft zerschlagen ist und das Personal der Stadtwache in gro\u00dfen Teilen ausgetauscht, gibt es schlicht keinen Grund mehr die Stadt zu meiden. 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