{"id":1365,"date":"2009-04-29T18:37:48","date_gmt":"2009-04-29T16:37:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1365"},"modified":"2009-04-29T18:37:48","modified_gmt":"2009-04-29T16:37:48","slug":"the-devils-due","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1365","title":{"rendered":"The Devil&#8217;s Due"},"content":{"rendered":"<p><em>Ein neuer Weg also. Neue Menschen, die man ihm, Cinlir Winthallan, anvertraute. Daher wohl auch Anla\u00df genug ein neues Buch zu beginnen. Aufzeichnungen f\u00fcr die Nachwelt. Damit irgendwann in ferner Zeit jene, die nach ihm k\u00e4men, wissen w\u00fcrden, was f\u00fcr eine Art Mann er gewesen war. Was ihn bewegte &#8211; und was ihn g\u00e4nzlich kalt lie\u00df. Aber wie auch so viele andere B\u00fccher gleicher Art wird dieses ebenfalls unter Verschlu\u00df gehalten. Denn niemand sieht in einen Mensch hinein. Und niemandem soll dieses Privileg gew\u00e4hrt werden. Die Schrift wiederum ist pr\u00e4ziese, geb\u00fchrend verschn\u00f6rkelt, in keinem Fall jedoch sieht man Tintenklekse oder dergleichen. Zu vorsichtig und ge\u00fcbt wird die Feder gef\u00fchrt.<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Jeder Mann vor mir meines Namens leistete dem Land stets treue Dienste. Und jeder Mann nach mir wird es tun. Wenngleich man mir diese Treue auch zu verg\u00e4llen mag.<\/p>\n<p>Zwar konnte der Herr, der an Stelle unseres K\u00f6nigs sitzt, nicht l\u00e4nger dar\u00fcber hinweg gehen wie treu wir alle ihm waren, jedoch gibt er einen abgenagten Knochen als Belohnung. Er nennt es Ehre. M\u00f6glichkeit. Ich nenne es sch\u00e4bige Abspeisung. Keinesfalls jedoch werden diese Worte je ausgesprochen.<\/p>\n<p>Somit trete ich also das Erbe eines Toten an. Eines Mannes, den ich nicht kannte. Mit dem mich nichts verbindet. Wohl habe ich geh\u00f6rt, da\u00df seine Stadt nach wie vor in abgelegenen Stein des Landes gehauen wird. Mehr als diesen Stein und eine wahrlich besondere Lage scheint eben jene Stadt allerdings nicht zu bieten zu haben. Nur Ger\u00fcchte h\u00f6re ich von einem Ein\u00e4ugigen, der sie f\u00fchrte und einem Haufen kurioser Gestalten, die ihm aus mehr oder minder zweifelhaften Gr\u00fcnden folgten. Der Erste seines Namens war er. Und nun bleibt mir die undankbare Aufgabe der zweite in einer frischen Reihe zu sein.<\/p>\n<p>Es ist wie mit Frauen. Wieviele erinnern sich schon an ihren zweiten Liebhaber? So viele jedoch an ihren Ersten, ob nun im Guten oder im Schlechten. Sie erinnern sich. Der Zweite also.<\/p>\n<p>Die Kisten werden also gepackt, f\u00fcr meine Frau und mich. Wir reisen nach Bree, wo sich eben jenen Ger\u00fcchten zufolge der halbe Haushalt aufhalten soll. Warum das so ist bleibt mir ein R\u00e4tsel. Jedoch bin ich sicher, da\u00df die M\u00e4nner und Frauen welche der Fremde zur\u00fccklie\u00df wohl ebenso sehr begeistert \u00fcber einen neuen Mann an ihrer Spitze sein werden, wie ich es ob ihrer befremdlichen Mischung selbst bin. Allerdings erkenne ich meine Pflicht als solche an. Diesen einen Schritt werde ich auf sie zu gehen. Den Rest wird die Zeit geben m\u00fcssen. Ich mu\u00df sehen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind, oder aus welchem Stein geschlagen.<\/p>\n<p>Die Berichte Alejandro Salas&#8217; an die Heimat wurden mir bereits zug\u00e4nglich gemacht. Immerhin verliert er sich nicht in unn\u00f6tigen Floskeln. Sicherlich gute Lekt\u00fcre f\u00fcr den langen Weg. Ank\u00fcndigen h\u00e4tte ich mich wohl sollen. Aber es ist zu vermuten, da\u00df dieses Haus noch in Trauer versinkt. Vielleicht ist es besser sie zumindest f\u00fcr einen Abend als Fremder kennenzulernen, ehe sie mit der unausweichlichen Wahrheit konfrontiert werden.<\/p>\n<p>Herzog Cinlir Winthallan zu Ost Agar, F\u00fcrst zu Minas Faer. Wir alle werden uns daran zu gew\u00f6hnen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neuer Weg also. Neue Menschen, die man ihm, Cinlir Winthallan, anvertraute. Daher wohl auch Anla\u00df genug ein neues Buch zu beginnen. Aufzeichnungen f\u00fcr die Nachwelt. Damit irgendwann in ferner Zeit jene, die nach ihm k\u00e4men, wissen w\u00fcrden, was f\u00fcr eine Art Mann er gewesen war. 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