{"id":1386,"date":"2009-05-10T18:48:26","date_gmt":"2009-05-10T16:48:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1386"},"modified":"2009-05-10T18:48:26","modified_gmt":"2009-05-10T16:48:26","slug":"first-blood","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1386","title":{"rendered":"First Blood"},"content":{"rendered":"<p>Es wird immer offenkundiger wie sehr sich dieser Haushalt von allem unterscheidet, was ich bisher gew\u00f6hnt bin. Das erste Treffen unter meinem Namen zeigte dies \u00fcberdeutlich. Und es begann schon vor der eigentlichen Zusammenkunft.<!--more--><\/p>\n<p>Schon Stunden vorher traf ich auch den Falkner des Hauses. Marathil nennt er sich. Auch er versuchte mir zu erkl\u00e4ren, warum er Salas folgte. Er sagte, dieser Mann habe ihn aufgenommen als niemand sonst einen Heller auf seine Existenz gegeben habe. Und f\u00fcr diese alte Schuld w\u00fcrde er dem Haus die Treue halten. Wie jedoch soll ich mich auf einen Mann verlassen, der mir die Treue h\u00e4lt, weil er glaubt nur so eine Schuld bezahlen zu k\u00f6nnen? Aber vielleicht habe ich ihn auch darin falsch verstanden. Diese Menschen zu verstehen ist so oder so alles andere als einfach. Es w\u00e4re leichter auf dem Feld.<\/p>\n<p>Ciro, der Sohn des Waffenmeisters meines Vaters, dient dem Haus nun ebenfalls als Waffenmeister. Ich wei\u00df, da\u00df er gut von seinem Vater lernte. Und ich wei\u00df auch, da\u00df er einer der wenigen M\u00e4nner ist, die mir mit einer Klinge Kontra bieten k\u00f6nnen. Mit Waffen also vermag er zweifelsfrei umzugehen. Jedoch mache ich mir ein wenig Sorgen. Denn er brachte auch seine Frau, welche zwar nicht durch die dunkle Haut des S\u00fcdens gezeichnet ist, jedoch aber dennoch fremd wirkt in Gesten und Worten. Sie sprach von Wasser, weicht ihrem Mann keinen Schritt von der Seite. Ich werde Ciro noch zu ihr befragen m\u00fcssen. Wahrlich ein wunderliches Duo.<\/p>\n<p>Ebenso erstaunte es mich bereits jetzt Meroun und ihre M\u00e4nner vor mir zu sehen. Damares Meroun, Hauptmann dieses Trupps, trat vor mich und versicherte erneut die Treue ihrer M\u00e4nner gegen\u00fcber Minas Faer. Auch hier kann ich mich nur fragen, was, bei den Valar, dieser Salas angestellt hat um auch deren Sympathie zu gewinnen. \u00c4u\u00dferst frustrierend. Die Frau jedenfalls brachte stellvertreten zwei weitere M\u00e4nner mit sich: Drakon und Drakomir deren Namen. Ich frage mich, ob dieses Drak- irgendwas eine Tradition ist. Oder vielleicht hat jede Riege an Klingen nur einen Anfangsbuchstaben und ich bin hier auf den Trupp mit D gesto\u00dfen. Die beiden M\u00e4nner wiederum sprachen nicht viel. Auch nicht bei der Vorstellung. Ihre Antwort war \u00e4u\u00dferst zweckgebunden. Pr\u00e4ziese. Ganz, wie man es von Soldaten erwarten w\u00fcrde. Ich gestehe, da\u00df sie mir das durchaus sympathisch macht.<\/p>\n<p>Eine Pr\u00e4zision, die andere noch zu lernen haben. Zarroc Angor diente, wie ich von ihm erfuhr, in einem Strafbatallion. An sich fast schon tragbar. Dennoch wird man ihm beibringen m\u00fcssen, da\u00df diese Zeiten hinter ihm liegen. Im Vergleich zum ersten Treffen mit ihm hat er die Lektion allerdings doch bereits gut aufgenommen. Sehr zu meiner \u00dcberraschung, wie ich gestehe. Er ist vielleicht sogar f\u00e4higer, als ich ihm zutraue.<\/p>\n<p>Bemessen wird man das an dem neuen Rekruten. Gellen. Ungeschnitten, roh &#8211; und wahrscheinlich auch deutlich einf\u00e4ltig. Ich bin gespannt was der Hauptmann und sein Feldwebel aus ihm machen. Bisher konnte ich noch nicht viel \u00fcber ihn erfahren, wie eben \u00fcber die meisten Anwesenden.<\/p>\n<p>Die letzte anwesende Wache war Furbor Kastell. Er stellte sich mir als Ritter und Wachmann vor. Interesannt allerdings, da\u00df er keineswegs Ritter seines alten Herrn war. Ich verstehe die Verschlingungen hier noch nicht ganz. Auch habe ich in den B\u00fcchern von einem anderen Hauptmann gelesen, der ebenfalls Ritter werden wollte. Anscheinend wurde ihm diese Ehre allerdings doch nicht zuteil.<\/p>\n<p>Wer sich ebenfalls hatte blicken lassen, sehr zu meinem Erstaunen, wie ich gestehe, war die Medica des Hauses. Ihr Name ist Iyrawen. Niemand scheint sich den Tod ihres Herrn weniger zu verzeihen als sie. Sogar unschl\u00fcssig ob sie ihren Dienst weiter versehen soll scheint sie. Dabei sprechen alle anderen deutlich aus, da\u00df sie keine Schuld an seinem Tod tr\u00e4gt. Dennoch&#8230; Ihr Aufgabengebiet ist es, die Leben hier zu retten. Ich verstehe sehr wohl, wieso sie glauben k\u00f6nnte sie habe versagt. Dar\u00fcber hinaus scheint sie eine sehr seltsame Aversion gegen\u00fcber Mischern zu haben&#8230;<\/p>\n<p>Was mich auch schon zu einem anderen Gast an diesem Abend bringt. Heridan, ein Mann, der offensichtlich schon versuchte in die Dienste des alten F\u00fcrsten gestellt zu werden, sprach ebenfalls vor. Er bewarb sich eben als Alchimist und zog damit augenblicklich den Zorn der Medica auf sich. Bisher habe ich von keinen Toten geh\u00f6rt, weswegen ich also annehme, da\u00df man sich einigen konnte. Bedenkt man sein Aufgabengebiet hat er sich bemerkenswert gut benommen. Man wird also sehen.<\/p>\n<p>Erstaunlich, da\u00df einer der G\u00e4ste ein Hobbit war. Er, Mailando, w\u00fcnscht Koch des Hauses zu werden. Er ist einer der G\u00e4ste, von denen ich am wenigsten bemerkte. Wie auch schon bei Heridan trug ich Izhkarioth auf sich der beiden anzunehmen und zu sehen, ob sie f\u00fcr die erw\u00fcnschten Aufgaben taugen.<\/p>\n<p>Izhkarioth&#8230; Hatte ich am Anfang noch das Gef\u00fchl, er h\u00e4tte mir am liebsten die Augen daf\u00fcr ausgekratzt den Titel seines toten Herrn zu tragen gewinne ich nunmehr langsam den Eindruck, da\u00df er die Art und Weise &#8211; n\u00e4mlich direkt &#8211; zu f\u00fchren durchaus zu sch\u00e4tzen wei\u00df. Es mag sogar so wirken als empfinde er langsam soetwas wie Freude an seinem Amt. Willig k\u00fcndigte er mich dem Haushalt an. Ebenso willig und ohne Widerspruch nahm er jeden Auftrag an. Bisher waren diese allerdings alle nicht sonderlich unangenehm. Was also wird er tun, wenn etwas verlangt wird, das ihm nicht gef\u00e4llt?<\/p>\n<p>Vom jungen Flar\u00e9 war kaum etwas zu bemerken. Ich hatte schon fast bef\u00fcrchtet, da\u00df er versuchen w\u00fcrde sich mehr in Szene zu werfen um den guten Einflu\u00df seines Vaters unter Bewei\u00df zu stellen. Ich bin dankbar, da\u00df er es unterlie\u00df. Das Haus war so schon voll genug. Ich brauche jetzt nicht auch noch einen Jungspund, der glaubt er m\u00fcsse sich vor irgendjemandem beweisen. Auch er wirkte ruhiger als bei unserem ersten Treffen. Ich vermute, auch er hat die ersten Nesseln \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Hatte ich vor kurzem noch geglaubt zu wissen, da\u00df Salas ein Gebiet der Politik zu sehr vernachl\u00e4ssigte, n\u00e4mlich die Informationsbeschaffung, wurde ich schon wieder eines Besseren belehrt. Zugegen war auch eine weitere Dame, welche anbot Auge und Ohr f\u00fcr das Haus zu sein. Ich werde ihren Namen besser nicht niederschreiben. Noch nicht. Aber in jedem Fall werde ich es wissen meinen Nutzen aus ihr zu ziehen. Und zu ihrem Schaden soll es nicht sein.<\/p>\n<p>Gr\u00e4fin Salas, Ellena von Linhir, tr\u00e4gt immernoch alles mit einem H\u00f6chstma\u00df an W\u00fcrde und Respekt. In keinsterweise versucht sie ihren Einflu\u00df auf das Haus geltend zu machen. Entweder f\u00fcrchtet sie nicht um ihre Position, oder deren Verlust w\u00fcrde sie nicht sonderlich schmerzen. Vielleicht ist auch das einfach nur ihre Art von Treue. Dennoch. Das Vertrauen, welches sie in uns setzt ist eine gro\u00dfe Hilfe. Ihre F\u00fcrsprache vor den Mitgliedern des Hauses \u00fcber die Ma\u00dfen kostbar. Sie ist eine Resource. Und vielleicht mehr als das. Wie wenig Zeit sie doch brauchte Sybells Vertrauen zu erhalten&#8230;<\/p>\n<p>Und Sybell&#8230; Wir besuchten das alte Haus des F\u00fcrsten. Fast steril wirkt es von den Farben her. Die M\u00f6gel zu zierlich f\u00fcr einen so gro\u00dfen Raum. Ein Schlafzimmer, das eher einer Gruft gleicht. Eine schwarze H\u00f6hle, die so oder so wenig genutzt scheint. Alles in diesem Haus scheint wenig genutzt zu sein.<\/p>\n<p>Es ist sicherlich etwas daraus zu machen. Nur die elende Politik schneidet tiefer in das eheliche Fleisch als vermutet. Es gibt Blicke, die ich in ihrer Verletztheit nicht kannte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es wird immer offenkundiger wie sehr sich dieser Haushalt von allem unterscheidet, was ich bisher gew\u00f6hnt bin. Das erste Treffen unter meinem Namen zeigte dies \u00fcberdeutlich. 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