{"id":1633,"date":"2009-11-13T20:35:15","date_gmt":"2009-11-13T18:35:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1633"},"modified":"2009-11-13T20:35:15","modified_gmt":"2009-11-13T18:35:15","slug":"the-hearts-song","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1633","title":{"rendered":"The Heart&#8217;s Song"},"content":{"rendered":"<p>Es kam also, wie ich bef\u00fcrchtet hatte. Makur bat, die Elbe ehelichen zu d\u00fcrfen. Sie waren t\u00f6richt genug bereits das Bett zu teilen. Makur sieht ein, dass dies ein Fehler war. Aber die Zeit l\u00e4sst sich nicht zur\u00fcckdrehen. Somit erwartet die Frau sein Kind. Eine Frau, mit einer \u00e4u\u00dferst bewegten Vergangenheit, wie sich herausstellt. Eine ung\u00fcnstige Verbindung. Ich tat also, was zu tun war: Ich forderte die erste Nacht. Zum Schutz f\u00fcr alle.<!--more--><\/p>\n<p><em><strong>Vor Jahren&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>Der Krieg war keine sch\u00f6ne Sache. Er war es noch nie gewesen. Cinlir hatte das immer gewusst, bei jeder einzelnen Schlacht, in die er bisher f\u00fcr sein Haus, seinen Namen gezogen war. Und wie jedes Mal zuvor hatte er auch diesmal nicht geblutet. Nur dieses Mal nicht f\u00fcr einen Namen, nicht f\u00fcr ein Haus. Dieses Mal, weil er einen anderen, einen besseren Grund hatte es nicht zu tun. Einen besseren Grund zur\u00fcckzukehren.<\/p>\n<p>Dennoch sa\u00df ihm die M\u00fcdigkeit schwer in den Gliedern. Zwar hatte er immer genau das gelernt &#8211; Krieg, Kriegskunst &#8211; aber das bedeutete nicht, dass sein K\u00f6rper keine Grenzen kannte. Oder sein Geist, was das anging. Auch dieses Mal hatte er M\u00e4nner sterben sehen, die er gemocht hatte. Einer von ihnen starb sogar in seinen Armen. Auch dieses Mal kehrten so viel weniger M\u00e4nner zur\u00fcck, als urspr\u00fcnglich ausgezogen waren. Mehr von ihnen nun zu Fu\u00df als urspr\u00fcnglich, denn nicht nur M\u00e4nner fielen. Auch Pferde wurden abgeschlachtet &#8211; und Ger\u00fcchte, der Feind w\u00fcrde sie essen waren nichts Neues. In Mordors Namen, Cinlir wusste, dass auch er \u00e4hnliches tun w\u00fcrde, g\u00e4be das Land nichts anderes her. Ein Pferd k\u00e4mpfte nicht. Soldaten taten es. Wenn es zu entscheiden galt, w\u00fcrde er nicht nachdenken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Sein eigenes Pferd jedenfalls lebte noch und trug ihn nun, treu, aber m\u00fcde, Schritt um Schritt weiter nach Ost Agar. Das Scheppern von R\u00fcstungen, Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nden, das Klappern anderer Hufe, die Schritte hunderter M\u00e4nner auf der Stra\u00dfe und ihr verbrauchtes St\u00f6hnen begleiteten ihn auf jedem Meter. Er hatte sie von hier weg gef\u00fchrt. Und nun brachte er zur\u00fcck was von ihnen \u00fcbrig geblieben war. Egal wie gut oder schlecht eine Schlacht, ein Kampf, ein Krieg verlief&#8230; Dies waren die Augenblicke, in denen jeder Mann von all dem Blut und den Schmerzen genug hatte. In denen es jeden nur noch nach Ruhe und Frieden sehnte. In denen man sich schwor, man w\u00fcrde nie wieder ein Schwert in die Hand nehmen. Sogar Cinlir Winthallan, auch wenn er sich diesen inneren Eid an sich selbst nicht anmerken lie\u00df. Auch wenn er wusste, dass er ihn wieder und wieder brechen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Die vertrauten Umrisse Ost Agars sch\u00e4lten sich aus den Halbschatten des Morgengrauens. Hinter ihm machte sich soetwas \u00e4hnliches wie ein Anflug von Erleichterung breit. Er selbst teilte dieses Gef\u00fchl nicht. Wo sie alle her kamen, kehrten nur gebrochene M\u00e4nner zur\u00fcck. Manche von ihnen hatten schlicht das Gl\u00fcck schnell wieder zu heilen. Der junge Herzog selbst glaubte an diese Heilung nicht. Nichts hier w\u00fcrde ihn erfreuen k\u00f6nnen, das wusste er so sicher, wie ihr wusste, dass die Sonne bald aufgehen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Immer weiter trotteten die verbliebenen M\u00e4nner und Pferde. Und langsam erwachte auch im Inneren der Festung wieder das Leben. Man h\u00f6rte den ersten Schmiedehammer, sah l\u00e4ngst \u00fcber so manchem Dach Rauch aufsteigen. Der Geruch von Regen lag in der Luft und lie\u00df den Morgen noch ein wenig grauer wirken. Endlich erreichten sie den Fu\u00df des H\u00fcgels auf dessen R\u00fccken man Ost Agar vor langer, langer Zeit errichtet hatte.<\/p>\n<p>Cinlir parrierte durch und hob zum ersten Mal seit Stunden den Kopf. Ohne einen Befehl zogen die M\u00e4nner, einer um den anderen, an ihm vorbei. Als sie hier aufbrachen h\u00e4tte er das nicht gedulded. Aber nun galt es zu ihren Familien zur\u00fcckzukehren. Keine Macht der Welt h\u00e4tte sie aufhalten k\u00f6nnen. Und er war nicht Narr genug es zu versuchen. Ein Klingen drang an sein Ohr, dass ihn an etwas erinnerte&#8230; Etwas, das er nicht h\u00e4tte vergessen sollen&#8230; Etwas, das ihn auf ungekannte Art r\u00fchrte.<\/p>\n<p>Er erinnerte sich. Sybell. Sybell und ihre Laute. Sie hatte f\u00fcr ihn gespielt, am Abend bevor er auszog. Es war das erste Mal gewesen, dass er sie hatte zur\u00fccklassen m\u00fcssen. Und sie hatte ein Lied gespielt, von dem sie zu berichten wusste, dass sie es bisher niemandem sonst vorgespielt habe. Jetzt aber h\u00f6rte es eine ganze Festung, wenn man sich in ihrem Inneren die Zeit nahm dem Spiel der Herzogin zuzuh\u00f6ren. Der Herzog drau\u00dfen tat es, trieb sein Pferd in den Galopp und lie\u00df seine M\u00e4nner bald schon hinter sich auf dem Weg den H\u00fcgel hinauf.<\/p>\n<p>Auf dem Weg nach Hause.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kam also, wie ich bef\u00fcrchtet hatte. Makur bat, die Elbe ehelichen zu d\u00fcrfen. Sie waren t\u00f6richt genug bereits das Bett zu teilen. Makur sieht ein, dass dies ein Fehler war. Aber die Zeit l\u00e4sst sich nicht zur\u00fcckdrehen. Somit erwartet die Frau sein Kind. Eine Frau, mit einer \u00e4u\u00dferst bewegten Vergangenheit, wie sich herausstellt. 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