{"id":179,"date":"2009-06-14T14:20:31","date_gmt":"2009-06-14T12:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/charblogs.eternalevil.de\/?p=179"},"modified":"2009-06-14T14:20:31","modified_gmt":"2009-06-14T12:20:31","slug":"was-ist-in-einem-namen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=179","title":{"rendered":"Was ist in einem Namen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Den ganzen Rest der Nacht hatte Martin Finn nicht ein Auge zugetan. Best\u00e4ndig nagte dieses Gef\u00fchl an ihm. Etwas vergessen. Etwas sehr wichtiges. Und egal was er anstellte, es kam nicht zur\u00fcck. Als er Felicitas gek\u00fc\u00dft hatte, da hatte er fast geglaubt dieses Vergessene greifen zu k\u00f6nnen. Aber es rann zwischen seinen Fingern hindurch, noch ehe er sich dieser Tatsache v\u00f6llig bewu\u00dft gewesen war.<!--more--><\/p>\n<p>Also hatte er gewartet. Die ganze Nacht nur gewartet und vorgegeben hoch interessiert sein Handy anzustarren, w\u00e4hrend Felicitas einen Sessel weiter ziemlich unbequem ihrer Musik lauschte. Immerhin hatte er dank ihr etwas, wor\u00fcber er nachdenken konnte. Warum hatte sie gebissen? Immerhin verstand er nun warum sich die Menschen nicht dagegen wehrten. Auch er hatte gesp\u00fcrt was es mit ihm anstellte. Sicher, er h\u00e4tte sich wehren k\u00f6nnen, h\u00e4tte diese Euphorie abstreifen k\u00f6nnen. Aber wof\u00fcr? Warum h\u00e4tte er das tun sollen? Nur&#8230; Warum war sie dann zur\u00fcckgeschreckt? Vielleicht hatte sie Angst er w\u00fcrde sich gef\u00e4hrdet f\u00fchlen, w\u00fcrde sich dann wehren und ihr wieder einen Blick auf die Flammen geben.<\/p>\n<p>Und dann, als er Jacob wieder im Zimmer allein gelassen hatte, schlichen sich St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck alte Gedanken zur\u00fcck in Xyviels Bewu\u00dftsein. L\u00e4ngst vergessen.<\/strong><\/p>\n<p><em>Das Wasser war so rein und ruhig, da\u00df es jedem Umstehenden ein leichtes gewesen w\u00e4re die einzigen zwei Wesen am Ufer aus ihren Reflektionen heraus zu erkennen. Goldschwarzes Fell neben einem Wesen, vor dem sich jedes Feuer in Demut zu verneigen wu\u00dfte. Die Haut ein lebendiges, mit jeder Bewegung aufflammendes Gelborange, die Augen warm lodernd. Der Inbegriff von tr\u00f6stender, willkommenhei\u00dfender W\u00e4rme, nicht verbrennender Hitze. Reines Licht in dessen Gegenwart schlicht keine Angst m\u00f6glich war. Uneingeschr\u00e4nkte, traumhafte Sch\u00f6nheit.<\/p>\n<p>Uneingeschr\u00e4nkte, traumhafte Eintracht. Auch wenn alle wu\u00dften, was der n\u00e4chste Morgen bringen w\u00fcrde. F\u00fcr den Moment war alles wieder die alte, urspr\u00fcngliche Perfektion. Alles, wie es sein sollte.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist geschehen, wie du es w\u00fcnschtest, Xyviel.<\/em> Verdammt. Zu fr\u00fch! Viel zu fr\u00fch! Eine Klaue raste haarscharf an Xyviels Kopf vorbei. Er vergolt es mit Flammen gegen seinen Angreifer. <em>&#8220;Ahaukyin, nimm nicht den direkten Weg hierher. Viel zu leicht k\u00f6nnten sie dir folgen. Viel zu schnell. Finde verschlungene Pfade, h\u00f6rst du?&#8221;<\/em> Nur ein wenig mehr Zeit. Ein wenig mehr und sein Geliebter w\u00fcrde zu sp\u00e4t hier eintreffen. Alles w\u00e4re vorbei. Er w\u00fcrde nur noch Spuren sehen. Spuren, ja. Aber nicht mehr Teil der Schlacht sein k\u00f6nnen. Und damit nicht mit ihnen, den letzten, verlieren. <em>Ich sp\u00fcre die Gefahr in deiner N\u00e4he, Xyviel. La\u00df mich zu dir&#8230;<\/em> Die Gefahr? Die Gefahr, gut. Nicht das Unausweichliche. Er hatte es verbergen k\u00f6nnen. <em>&#8220;Du hast mich noch nie verlieren sehen. Ich habe nicht vor jetzt damit anzufangen.&#8221;<\/em> Tats\u00e4chlich hatte er das auch nicht. Er hatte es nie vor gehabt. Es war ihm befohlen worden. Zweifelsfrei lag darin ein Unterschied. Zweifelsfrei war es richtig zu retten, was man retten konnte.<\/p>\n<p><strong>Zweifelsfrei hatte er Jacob, Ahaukyin, seinen Geliebten belogen. Er erinnerte sich. Und alles, was damals war nicht mehr zu haben schmerzte wesentlich weiter, als er es f\u00fcr m\u00f6glich gehalten h\u00e4tte. Aber er hatte ihn gesehen, so wie er jetzt war. Zwar mochte sich der Rabisu einreden er w\u00fcrde ihn nach wie vor lieben. Xyviel jedoch wu\u00dfte, da\u00df er v\u00f6llig allein war. Es war sicherlich gn\u00e4diger den Rabisu glauben zu lassen er sei es ebenfalls &#8211; anstatt die Klinge weiter in sein Herz zu treiben dadurch, da\u00df das, was er liebte es nicht mit zur\u00fcck aus dem Abyss geschafft hatte.<\/p>\n<p>Zeit nochmal zu duschen. Der Gestank nach Rauch stach immernoch in Martins Nase.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den ganzen Rest der Nacht hatte Martin Finn nicht ein Auge zugetan. Best\u00e4ndig nagte dieses Gef\u00fchl an ihm. Etwas vergessen. 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