{"id":1802,"date":"2010-02-25T16:38:32","date_gmt":"2010-02-25T14:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1802"},"modified":"2010-02-25T16:38:32","modified_gmt":"2010-02-25T14:38:32","slug":"creature-of-masquerade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1802","title":{"rendered":"Creature of Masquerade"},"content":{"rendered":"<p><em>Vor Jahren&#8230;<\/em><!--more--><\/p>\n<p><em>Liebe. Die Liebe war ein seltenes Gut, hier in Gondor &#8211; bei Hofe. Und sie war sehr zerbrechlich. Erfolg und Liebe unter einen Hut zu bringen war hier noch niemandem gelungen. Jedenfalls keiner Person, die Cinlir Winthallan kannte. Und das war irgendwie traurig, immerhin war er doch gerade erst frisch verheiratet und hatte die&#8230; Vorz\u00fcge seiner Frau f\u00fcr sich entdeckt. Ja, wenn er so dar\u00fcber nachdachte, musste er sich wohl eingestehen, dass man auch in arrangierten Ehen die Liebe finden konnte. \u00dcber Jahre, Jahrzehnte sogar h\u00e4tte er jeder Zeit das Gegenteil geschworen. Aber die Dinge lagen jetzt eben anders.<\/p>\n<p>Nur&#8230; Wie diese Liebe sch\u00fctzen?<\/p>\n<p>Sybell und er hatten N\u00e4chte damit verbracht dar\u00fcber zu diskutieren, sich Gedanken zu machen und letztendlich doch nur zu wenig akzeptablen Ergebnissen zu kommen. Es stellte sich bald heraus, dass es keine gute L\u00f6sung f\u00fcr sie gab. Die einzige Frage war: Was w\u00e4re umsetzbar?<\/p>\n<p>Ihrerseits war Sybell klug genug ihm nicht die Freiheiten zu nehmen, die M\u00e4nner in seiner Position gegen\u00fcber anderen Frauen eben hatten. Sowas geh\u00f6rte zum Stand wohl fast ebenso, wie der eigentliche Titel seines Namens. Jedenfalls war das Cinlirs gedanke. Und so dachte er stillschweigend, sie w\u00fcrde es selbst nicht anders halten. Es w\u00fcrde Jahre dauern, bis er die Wahrheit diesbez\u00fcglich herausf\u00e4nde. Seine Frau jedoch klagte nie, sah ihn nie auch nur falsch f\u00fcr das an, was er wohl dann und wann tat &#8211; oder auch nicht. Wissen konnte sie es wohl nur selten.<\/p>\n<p>Der eigentliche Kernpunkt blieb jedoch ein anderer: Sybell und Cinlir hatten eine Entscheidung getroffen. Man w\u00fcrde sich, nat\u00fcrlich in absoluter h\u00f6fischer Vollendung, hassen. Bis auf&#8217;s Blut verachten. Allen das vorspielen, was so oder so fast jeder hinter vorgehaltener Hand erwartete: Dass eine Ehe dieser Art nicht funktionierte. Dass man sich eben nur zu hassen lernen konnte, nicht zu lieben.<\/p>\n<p>Und wieder w\u00fcrde es Jahre dauern, bis auch das vorbei war. Auch dazu brauchte es das Breeland.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Meine teuerste Gattin,&#8221; Cinlirs Worte waren unterk\u00fchlt und voller Gift, &#8220;wird tun, was man ihr sagt.&#8221; Sein Blick stand seinen Worten in nichts nach. Vor ihm hatte sich seine Frau zu voller Gr\u00f6\u00dfe aufgebaut &#8211; und war damit selbstverst\u00e4ndlich immernoch kleiner als der nach allen Regeln der Kunst und Blutlinie gezogene Mann, den sie den ihren nannte.<\/p>\n<p>Aus dem Augenwinkel war nicht schwer zu erkennen, wie umstehende Hofdamen, Laufburschen und eben andere Ehrenm\u00e4nner ein weiteres Mal zu tuscheln begannen. Sybell selbst l\u00e4chelte ebenso unterk\u00fchlt zur\u00fcck. &#8220;Nat\u00fcrlich wird sie das, teuerster Gatte. Aber als mein Ehemann werdet ihr sicher die richtigen Entscheidungen treffen. Darauf darf ich doch noch hoffen, nicht wahr?&#8221;, gab sie ihm spitz zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Es war ein Seiltanz. Einerseits mussten sie sich Kontra bieten, so gut es eben ging. Andererseits war es unbedingt n\u00f6tig, die Position des jeweils anderen nicht zu weit zu untergraben. Eine Diplomatin, die sich nicht behaupten konnte, taugte nicht. Und ebenso wenig ein Herzog, der sich von seiner Frau regieren lie\u00df. Er durfte nicht zu dumm wirken. Sie nicht zu eingesch\u00fcchtert von seiner H\u00e4rte.<\/p>\n<p>&#8220;Bisher habe ich euch noch nicht entt\u00e4uscht, nicht wahr?&#8221; Sein \u00fcbliches Schnauben unterstrich die Aversion in seinen Worten. Der Ausdruck in ihren Augen war einen Moment lang fast am\u00fcsiert. &#8220;Zumindest nicht darin, Gemahl.&#8221;<\/p>\n<p>Gleichzeitig blutete beiden das Herz&#8230;<\/strong><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Jahren&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1802","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cinlir-winthallan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1802","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1802"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1802\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1802"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1802"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1802"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}