{"id":1984,"date":"2010-05-18T13:39:11","date_gmt":"2010-05-18T11:39:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=1984"},"modified":"2010-05-18T13:39:11","modified_gmt":"2010-05-18T11:39:11","slug":"the-shape-of-things-to-come","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=1984","title":{"rendered":"The Shape of Things to come"},"content":{"rendered":"<p><em>Vor sieben Jahren&#8230;<\/em><!--more--><\/p>\n<p>Irgendwann im Leben eines Mannes kam die Zeit, in der vom Kind zum Mann wurde. Unweit dieser Zeit lag meist jene, in der es un\u00fcblich f\u00fcr dieses Kind wurde das Schlafzimmer der Eltern zu betreten, egal aus welchem Grund. Ab diesem Moment wurde jener spezielle Raum des Hauses gemieden wie die Pest.<\/p>\n<p>In diesem Raum waren seine Mutter und sein Vater. Wenig verwunderlich. Und heute, noch mehr als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt, hasste Cinlir Winthallan den Gedanken, dieses Zimmer betreten zu m\u00fcssen. Aber man hatte ihn gerufen. Er wusste, dass es jetzt nur noch eine Frage von Augenblicken war, bis man ihn hinein bat. Alles h\u00e4tte er daf\u00fcr gegeben, h\u00e4tte man ihm diesen Weg erspart.<\/p>\n<p>Es half nichts. Einer der Diener \u00f6ffnete die Fl\u00fcgelt\u00fcr. Cinlirs Mutter trat hinaus und mit ernstem Blick auf ihn zu. Sie verlor nur selten ihr L\u00e4cheln. Dass sie es heute tat best\u00e4tigte nur, was jeder im Haus bereits wusste. &#8220;Es ist soweit, Cinlir. Er w\u00fcnscht dich zu sehen. Ich werde euch allein lassen. Enlir und Nanrir waren bereits bei ihm. Niemand wird euch st\u00f6ren.&#8221;<\/p>\n<p>Dennoch h\u00e4tte er das Haus seines Vaters daf\u00fcr gegeben, h\u00e4tte er auch nur die Aussicht darauf haben k\u00f6nnen, dass irgendjemand st\u00f6ren w\u00fcrde. Cinlir nickte und gab f\u00fcr seine Mutter den Weg in den Gang frei. Er selbst betrat das Zimmer seiner Eltern.<\/p>\n<p>Schwere Samtvorh\u00e4nge lie\u00dfen nur in kleinen Ritzen Tageslicht in den Raum. Dabei war es drau\u00dfen ein wundervoller Fr\u00fchlingstag. Sonne, V\u00f6gel &#8211; nur dekorative Wolken. An anderen Tagen h\u00e4tte er seine Mutter vielleicht sogar zeichnend im Garten gefunden. Der Tag jedoch hatte bereits beschlossen, dass sich die Welt heute gef\u00e4lligst anders zu drehen hatte. Alles nur, f\u00fcr die blasse, in den letzten Tagen d\u00fcrr gewordene Gestalt, sie in dem gro\u00dfen Bett unter all den Decken und auf all den Kissen lag: Herzog Deldrir Winthallan.<\/p>\n<p>Cinlir kannte seinen Vater zu gut. Auch heute erlaubte er seinen Schritten zu ihm kein Z\u00f6gern. Denn sogar jetzt w\u00fcrde sein Vater ihn deswegen zu mahnen wissen. Der Sohn des Herzogs, inzwischen selbst ein stattlicher junger Mann, trat an das Bett und kniete nieder. Anders als sonst nahm er die Hand seines Vaters und umschloss sie mit den seinen, trotz der Handschuhe. &#8220;Vater&#8230; Ihr habt mich rufen lassen.&#8221;<\/p>\n<p>Die erste Erwiderung war lediglich ein kurzes, kraftloses Dr\u00fccken seiner Hand. Der Herzog holte rasselnd Luft, wandte den Kopf seinem Sohn zu und musterte ihn aus tr\u00fcb gewordenen Augen. &#8220;Cinlir?&#8221; Tr\u00fcb also. Und inzwischen demnach auch blind. Ob nun die Klinge des Feindes oder einfach nur die eigenen K\u00f6rpers\u00e4fte, die ihn in den letzten Tagen langsam von innen heraus vergiftet hatten, ihn das Augenlicht kosteten, wusste Cinlir nicht zu sagen.<\/p>\n<p>&#8220;Ja, Vater.&#8221;, antwortete Cinlir. Viel zu sanft, wie ihm selbst auffiel, als er gesprochen hatte. Die sonst \u00fcbliche Ermahnung blieb aus. Sein Blick huschte \u00fcber den d\u00fcrren, nun wesentlich \u00e4lter wirkenden K\u00f6rper, den man vor wenigen Tagen vom Schlachtfeld hierher gebracht hatte. Kein gro\u00dfer Krieg. Nichtmal eine gro\u00dfe Schlacht. Aber Scharm\u00fctzel dieser oder jener Art gab es immer irgendwo. Und Ost Agar hatte nie die Verantwortung die damit einher ging gescheut. Nur hatte Cinlir seinem Vater immer gew\u00fcnscht f\u00fcr etwas Wichtiges zu sterben, wenn es schon soweit kommen musste. Und er hatte sich gew\u00fcnscht, dass dieser Tag noch lange auf sich warten lassen w\u00fcrde. Dass es ein schneller, guter Tod w\u00e4re. Auf dem Schlachtfeld, wie sich das nunmal geh\u00f6rte. Aber nein. Stattdessen hatte man ihn zur\u00fcck nach Hause gebracht und ihr so gut es ging um sein Leben gek\u00e4mpft. Ein Kampf, der nun verloren erkl\u00e4rt worden war. Es galt nur noch den Abzug der Truppen zu \u00fcberwachen.<\/p>\n<p>&#8220;Cinlir, du wirst -&#8221;<br \/>\n&#8220;Sprecht nicht davon, Vater.&#8221; Er h\u00e4tte ihn gern anders darum gebeten. Oder den Mund verboten. Irgendetwas. Aber in diesem gro\u00dfen Haus lag vor ihm der einzige Mann, der verdammt nochmal niemals auf ihn h\u00f6ren w\u00fcrde.<br \/>\n&#8220;Cinlir&#8230; Du wirst meinen Platz einnehmen. Du bist mein Sohn. Ich wei\u00df, du wirst was dir abverlangt wird gut machen.&#8221;<br \/>\nIn der Hoffnung, es w\u00fcrde so leichter fallen diese Worte zu h\u00f6ren, schloss Cinlir die Augen. Den Blick seines Vaters nicht sehen zu m\u00fcssen, gab ihm auch eine andere Kraft. &#8220;Ich werde dich nicht entt\u00e4uschen, Vater.&#8221;<br \/>\n&#8220;Die Kraft meines Hauses&#8230; Liegt in unserem Blut, Cinlir.&#8221; Wieder dieser abscheuliche rasselnde Atmen. &#8220;Es ist die Kraft deines Hauses.&#8221; Noch eine Pause. &#8220;Die du finden musst.&#8221;<br \/>\n&#8220;Vater, ich -&#8221;<br \/>\nDeldrir schien ihn nicht wirklich h\u00f6ren zu k\u00f6nnen. &#8220;Sch\u00fctze unseren Namen. Mehre ihn.&#8221;<br \/>\nIrgendetwas lie\u00df Cinlir den Kopf neigen und die Hand seines Vaters an seine Stirn heben.<br \/>\n&#8220;Vergib deinen Br\u00fcdern&#8230; Und wisse&#8230;&#8221; Die folgenden Worte seines Vaters waren bestenfalls zu erahnen, so leise waren sie gehaucht. Cinlirs Augen blieben fest geschlossen.<br \/>\nEr kniete noch lange so, die Hand des Vaters an der eigenen Stirn. Lange Stunden, in denen nur noch er atmete.<\/p>\n<p><em>Jetzt&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Abermals gibt es viel, was einen besch\u00e4ftigt. Sveawyn kehrte endlich von ihrer Suche zur\u00fcck. Damit steht auch Finarians Eidbruch fest. Und was passieren muss, sollte er mir wieder unter die Augen treten. Sie selbst scheint sich wieder einzufinden. Ich lie\u00df sie bei Fianah einquartieren. Den beiden kann einander Gesellschaft nur gut tun.<\/p>\n<p>Von den frischen Eheleuten gibt es, bisher, noch keinerlei Klagen, egal welches Paar man ansieht. Daf\u00fcr scheint Izhkarioth seine Chance nicht wahrnehmen zu k\u00f6nnen, alter Eide wegen. Der Junge tut mir leid daf\u00fcr, hatte er doch zum ersten Mal eine echte Chance auf eine gesicherte, normale Zukunft. Andererseits ist die Hochzeit um Cardaan wohl in trockenen T\u00fcchern &#8211; ein Umstand, der f\u00fcr das Haus nur von Vorteil ist.<\/p>\n<p>Ailis und Theron wachsen von Tag zu Tag. Man glaubt fast ihnen dabei zusehen zu k\u00f6nnen. Ich muss mich mit dem Baumhaus mehr beeilen. Aber immerhin der Boden ist diesmal fest und stabil. Er tr\u00e4gt gut. Im Gegensatz zum letzten Versuch bin ich dieses Mal beim Testsprung nicht eingebrochen. Ich bin froh, dass Sybell gerade zu Fu\u00df unterwegs war, als das geschah. Ich glaube nicht, dass sie etwas von der Sache bemerkt hat. Au\u00dfer vielleicht die elenden Sprei\u00dfel.<\/p>\n<p>Was mir mehr Sorgen macht sind die Berichte von der Front. Faeryllians Zahlen waren alles andere als ermutigend. Ich tr\u00e4ume schlecht in letzter Zeit. Meine Sorge gilt Enlir&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor sieben Jahren&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1984","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cinlir-winthallan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1984","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1984"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1984\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1984"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1984"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1984"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}