{"id":2033,"date":"2010-06-21T19:11:28","date_gmt":"2010-06-21T17:11:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=2033"},"modified":"2010-06-21T19:11:28","modified_gmt":"2010-06-21T17:11:28","slug":"the-winthallans-12-the-ties-that-bind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2033","title":{"rendered":"The Winthallans 1.2 &#8211; The Ties that bind"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Before me floats an image, man or shade,<br \/>\nShade more than man, more image than a shade;<br \/>\nFor Hades&#8217; bobbin bound in mummy-cloth<br \/>\nMay unwind the winding path;<br \/>\nA mouth that has no moisture and no breath<br \/>\nBreathless mouths may summon;<br \/>\nI hail the superhuman;<br \/>\nI call it death-in-life and life-in-death.<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Byzantium, W. B. Yeats<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>Eine alte Frage der Philisophen ist es, welche Rolle wir im Leben spielen. Und welche wir f\u00fcr die Welt, in der wir leben haben. Welchen Eindruck ein Mensch hinterl\u00e4sst. Man spricht von den Seiten in Geschichtsb\u00fcchern. Von Fu\u00dfspuren im Sand. Oder von den Schatten, die wir werfen. Und dann sind dann noch die Schatten aller, die vor uns kamen. Deren Geschichte wir zu f\u00fcllen haben. Sie besser zu machen. Lernen. Aber irgendwann wird niemand mehr diese Fu\u00dfstapfen f\u00fcllen k\u00f6nnen, wenn die Erwartungen mit unseren Blutlinien wachsen. Erwarte bereits ich schon zu viel von meinem Sohn? Auf all diese Fragen wird nichtmal mein Berater eine Antwort wissen. Und wenn es anders w\u00e4re, w\u00fcrde ich sie nicht wollen.<\/p>\n<p>Aus dem Tagebuch Alejandro Salas&#8217; ist leicht zu entnehmen, dass er eine Art Herzensbrecher war. Um so ironischer festzustellen, dass auch ich mir diesen Vorwurf machen lassen muss. Nur sind es nicht die Herzen anderer, die meinetwegen brechen, weil sie mich nicht haben k\u00f6nnen. Es sind die Herzen anderer die brechen, weil sie nicht haben k\u00f6nnen was sie begehren &#8211; durch meinen Befehl. Narr der ich bin habe ich gehofft. Gewartet. Weggesehen. Ein schneller Bruch w\u00e4re besser gewesen. Instinkt und Regeln vertrauen, statt einer wahnsinnigen Hoffnung. Aber das habe ich nicht. So sind die geschlagenen Wunden gr\u00f6\u00dfer, als sie es h\u00e4tten sein m\u00fcssen. Ich war zu blind es zu sehen. Abermals. Bleibt nur den klaren, deutlichen Weg zu gehen, den ich zu lange vernachl\u00e4ssigt habe. Kein Haus steht gut auf weichem Grund. Die Mauern w\u00fcrden instabil, hielten keinem Sturm stand.<\/p>\n<p>Was ich mit Liebenden tun muss, das wohl auch mit Familien. Zweigeteilte Loyalit\u00e4ten sind nicht gut. Sie wird das einsehen. Einsehen m\u00fcssen. Wenn nicht&#8230; Wenn nicht, wei\u00df ich auch nicht, was dann zu tun ist. Aber merken sollte sie das besser nicht. Und schon gar nicht dieser elende Dicksch\u00e4del von Vater. Sie hat geh\u00f6rt, was sie h\u00f6ren musste. Jetzt braucht es Geduld. Die Valar sind gn\u00e4dig. Vielleicht zeigen sie mir bis dahin einen Weg. Ich werde mit Giselher abermals dar\u00fcber sprechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Andererseits f\u00fchrt dieses Haus auch Familien zusammen. Ich habe gesehen, wie hier die Blicke brachen, als man davon h\u00f6rte, dass Merouns Klingen aufgerieben wurden. Nur noch verstreut gibt es einzelne von ihnen. Eine weitere Klinge hat es nun also hierher geschafft. Damit stehen Dankmar Meroun und seine Schwester Britha nunmehr in meinen Diensten. Hinzu kommt Bryanne, wenn auch nunmehr Aldorn. Und mehr oder minder Drakon Meroun, der derzeit als Verwalter f\u00fcr Giselher nach Gondor gereist ist. Zwar leistete er nie einen Eid, jedoch wei\u00df ich um die starke Bindung zwischen ihm und Giselher. Wieso sonst h\u00e4tte mein Bruder sonst auch diesem Mann all das seine anvertrauen sollen? F\u00fcr seine Frau jedenfalls wird es gut sein, dass ihre Schwester hier nun ankam. Ein St\u00fcck Stabilit\u00e4t. Ein St\u00fcck Geborgenheit wohl.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich gibt es derzeit ebenfalls eine lang nicht gekannte Form von Stabilit\u00e4t. Besser, die Erinnerung an andere Zeiten. Celvyn Nordfalk, Graf zu Minas Sirion, ist derzeit auf Gehei\u00df des Truchsess hier im Breeland. Nat\u00fcrlich bot ich ihm Unterkunft f\u00fcr die Dauer seines Aufenthalts. Zwar traue ich seinen Motiven nicht \u00fcber den Weg, denn er ist wohl das, was man als Geldadel bezeichnen kann, jedoch tut es seltsam gut an die alten Formen erinnert zu werden. Eine Tendenz, die durch die fortw\u00e4hrende Anwesenheit von F\u00fcrstin Linbeth nur verst\u00e4rkt wird. Noch keine Kriegserkl\u00e4rung von einem der beiden auf dem Tisch zu haben bedeutet wohl, dass ich noch nicht v\u00f6llig eingerostet bin, auch wenn dieses Parkett eigentlich mehr f\u00fcr Sybell geschaffen ist denn f\u00fcr mich. Nordfalk selbst treibt zweifelsfrei seine eigene Agenda voran. Allein seine Bitte k\u00f6nnte man ihm als genau das auslegen, was er einem anderen Baron vorwirft. Der Krieg dauert noch an, dennoch balgt man sich schon um das, was von unserer Heimat wohl \u00fcbrig bleiben wird. Gierige W\u00f6lfe. Aber was k\u00fcmmert das L\u00f6wen.<\/p>\n<p>Vor kurzem war ich noch erstaunt \u00fcberhaupt einen Elben in meinen Reihen zu wissen. Und nun k\u00f6nnten es bald drei sein. Gwaethil befasste sich mit der Pr\u00fcfung der beiden Schwestern und scheint zufrieden. Zwar vergisst er nicht zu erw\u00e4hnen, dass beide wohl j\u00fcnger sind als er, dennoch wei\u00df ich sehr wohl welchen Effekt ihre blo\u00dfe Anwesenheit in der Heimat am Hofe haben wird. Elben, die sich in die Dienste eines Menschen stellen? Was f\u00fcr eine Art Mensch muss das sein. Eine Frage, der ich nicht ewig ausweichen k\u00f6nnen werde. Es gelingt bereits jetzt nur noch schwerlich.<\/p>\n<p>Eigentlich sollte ich vom Treffen schreiben. Wenn das alles nur so leicht zusammenzufassen w\u00e4re! Durch die Verwicklungen um Rian und den Korporal hielt ich es f\u00fcr n\u00f6tig die Wort des Hauses erneut zu erkl\u00e4ren. Zu verdeutlichen, was genau sie meinen. Einfach nur f\u00fcr ein Land oder einen Namen sterben? Wohl kaum. Sie stehen f\u00fcr Zusammenhalt. Einer, wie der andere. Jeder an seinem Platz. Ob es verstanden wurde, wei\u00df ich nicht&#8230; Denn ich habe das Gef\u00fchl, dass man sogar &#8211; oder gerade &#8211; vor mir Angst hat. Ich, der ich sie alle zusammen halten sollte. Wie eine Figur, die man nicht ber\u00fchren kann. Und damit kalt wie der Marmor, aus dem sie geschlagen w\u00fcrde. In Anlehnung an eine Methode, die Salas anwandte, bot ich also jedem die M\u00f6glichkeit auf eine Frage an ihren Herrn. In der Hoffnung man w\u00fcrde diese \u00d6ffnung, diese Offenbarung einer m\u00f6glichen Schwachstelle als das erkennen, was es ist. Aber auch das ist schwer zu sagen und kann wohl fr\u00fchestens in Monaten beurteilt werden. Geduld also. Elende, langgezogene Geduld.<\/p>\n<p>Mit Cutting und Moury hatte ich fast nicht gerechnet. Es war gut sie zu sehen. Sogar sie zu h\u00f6ren. Eigentlich h\u00e4tte ich sie wohl zur Ruhe auffordern m\u00fcssen. Aber die Art der beiden ist&#8230; lebendig. Sie zwingt einen anderen Blickwinkel auf. L\u00e4sst f\u00fcr einen Moment vergessen, worum es in der Welt geht. Eine Freiheit, um die man die beiden wohl beneiden sollte. Aber dennoch&#8230; Moury hat sicherlich manchmal an Bord ihres Schiffes \u00e4hnliche Sorgen wie ich sie hier habe. Und Cutting? Ich vergesse immernoch nicht, wie sie auch reden kann, wenn sie es w\u00fcnscht. Nach wie vor frage ich mich woher. Und egal welche der beiden ich sehe, ich denke an die Flasche, die oben in meiner Schublade liegt. Die Flasche, die sich bedenklich ihrem Ende n\u00e4hert. Ich werde sie um Nachschub bitten. Bitten! Au\u00dferdem bin ich gespannt, ob sie das Angebot annehmen werden. Wenn ja, welche Fragen werden zwei Frauen der See f\u00fcr einen Mann, der mit der See so gar nichts anfangen kann haben? Welche Fragen h\u00e4tte ich wohl an sie&#8230;<\/p>\n<p>Zum ersten Mal stellte ich Elmion gestern also als Elmion Valdoran, Graf von Thamaran vor. Verwunderlich, dass Edisa nicht mit ihm kam. Ebenso verwunderlich, dass er von der Gelegenheit der Frage nicht Gebrauch machte. Er erschien in seiner neuen R\u00fcstung. So zwischen den St\u00fchlen, zwischen den St\u00e4nden hat er keinen leichten Stand. Giselher hatte einen Gedanken, was das angeht. Aber nein, noch traue ich dem Braten l\u00e4ngst nicht \u00fcber den Weg. Er wird an seiner Aufgabe wachsen m\u00fcssen. Noch sind seine Schritte unge\u00fcbt, fast wie die eines Kindes. Nur welche Art Mann so aus ihm wird ist schwer zu sagen.<\/p>\n<p>Sveawyn war ebenfalls zugegen. Wenig \u00fcberraschend, immerhin sah ich sie bereits vorher auf dem Anwesen. Das Thema \u00fcber das wir sprachen wird ihr nicht gefallen haben. Was schreibe ich. Ich wei\u00df, dass es das nicht hat. Nat\u00fcrlich nicht! Das ganze Treffen \u00fcber sprach sie nicht ein Wort. Ob sie die Geduld hat, die ich ihr abverlange? Sie muss. Und ich bete sie kann. Nur ein wenig, M\u00e4dchen. Stark ist sie, sonst h\u00e4tte sie nicht verkraftet was ihr Finariaen antat. Nur&#8230; Das ist noch nicht lange her. Ich f\u00fcrchte, dass sie brechen k\u00f6nnte, \u00e4hnlich wie Fianah. Auch, wenn sie nicht die gleichen Strafen zu f\u00fcrchten h\u00e4tte wie das M\u00e4dchen. Die gewohnten Strukturen sind ihr dennoch \u00e4hnlich fremd wie eben dieser Fianah. Und wie sie finden wohl auch Sveawyn ihren Trost bei den Tieren im Stall.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Valdoran sitzt wohl auch Elteror zwischen den St\u00fchlen. Gardist und Leutnant auf der einen Seite, Freiherr auf der anderen &#8211; und obendrein auch noch verliebt. Von ihm h\u00f6rte ich das ganze Treffen lang etwa so viel wie von Sveawyn. Danach sah ich ihn nicht mehr, wie das M\u00e4dchen auch. Beide hatten bisher keine Frage. Bei ihr w\u00e4re es wichtig gewesen, zweifelsfrei. Ebenso zweifelsfrei allerdings bei ihm. Er ist sehr gut darin sich abzuschotten. Freunde? Hat er die hier \u00fcberhaupt? Giselher kommt sicher mit ihm klar. Aber was tut der Mann in seiner Freizeit? Am Ende lasse ich der Baroness gerade eine andere Art Sonderling angedeihen, genau wie ihr erster Mann es war. Tharlegond ist ein verdienter Soldat. Aber der Mann dahinter ist immernoch einsam, obwohl er nun schon so lange hier ist.<\/p>\n<p>Rian nutzte die Gelegenheit ebenso wenig. Ich nehme an, er ging sobald er konnte. Es muss schwer sein in die Gesichter der anderen zu sehen. Er glaubt immernoch, jeder sieht in ihm den Verr\u00e4ter. Dennoch gibt er f\u00fcr sie die erste Frau auf, die er liebte. F\u00fcr all die anklagenden Gesichter, f\u00fcr meinen Namen &#8211; und f\u00fcr einen Toten. Er h\u00e4tte die Wahl zu gehen, denn ich lie\u00df sie ihm. Aber er bleibt. Nach wie vor bleibt er. Was treibt ihn? Was treibt ihn wirklich an? Worauf hofft er?<\/p>\n<p>Einen interessanten Zwischenweg w\u00e4hlte Faeryllian. Er betrat zwar den Raum, so wie alle anderen auch, jedoch sagte er, als ich fragte was er fragen wolle, dass er keine Frage habe. Weil er auf meine Entscheidungen vertraue. Entsprechend befolgt er sie und jeden Befehl, uneingeschr\u00e4nkt. Ich wage nicht zu erahnen was in ihm vorgegangen sein muss, als er sich pl\u00f6tzlich vorwerfen lassen musste, er habe eine Frau praktisch vergewaltigt. Hat er das, weil er ihr ein Bier ausgab? Oder weil er versuchte zu helfen? Mein Bruder h\u00e4tte mir sicherlich keinen Sch\u00e4nder geschickt, auch wenn er mitunter sehr stur sein kann. Das wei\u00df ich. Eine Schw\u00e4che, die man kennt, kann berechnet und angewandt werden &#8211; und umgangen. Nat\u00fcrlich ist Faeryllian kein Heiliger. Ich hei\u00dfe nicht gut, dass er den Schreiber forderte, auch wenn ich verstehen kann, dass er es tat, aus seiner Sicht. Er mag also viele Dinge sein&#8230; Aber kein Mann, der es n\u00f6tig hat sich einer Frau aufzudr\u00e4ngen. Es wundert mich, dass andere das glauben konnten.<\/p>\n<p>Der erste, der eine Frage zu stellen hatte, war Heridan Flusswieser. Er erkl\u00e4rte selbst, dass es weniger aus Neugier oder einem Bed\u00fcrfnis etwas bestimmtes zu erfahren geschah, sondern vielmehr um ein gutes Beispiel zu geben. Der Wissenschaftler. Ausgerechnet er denkt an sowas. Erstaunlich. Wichtiger ist aber seine Erfindung&#8230; Wenn stimmt, was er sagt, k\u00f6nnte er Geschichte damit schreiben. In jedem Fall w\u00fcrde Sybell wesentlich ruhiger schlafen. Ich selbst ebenfalls. Und seine Frage? Er erkundigte sich, ob mir die Umstellung von Gondor zum Breeland leicht gefallen sei. Eine Antwort, \u00fcber die ich wenig nachdenken musste. Nat\u00fcrlich fiel es mir schwer! Leicht?! Wie soll etwas leicht sein, wenn man wei\u00df, dass man dort, wo man ankommt, nicht gern gesehen ist. Wenn man \u00fcberhaupt gar nicht erst los reisen will. Ungleiche Gr\u00f6\u00dfen, die einander angepasst werden mussten. Ich glaube nicht, dass ihn die Antwort wirklich \u00fcberrascht hat.<\/p>\n<p>Wo der eine mich dadurch \u00fcberrascht den Anfang zu machen, \u00fcberrascht mich der andere durch die Frage an sich. Gwaethil Eglainion. Immer, wenn ich glaube ich habe ihn verstanden, tut er irgendwas. Irgendetwas, womit ich schlicht nicht gerechnet habe. Seine Frage war, von welcher Frage ich mir w\u00fcnschen w\u00fcrde, dass man sie man mir dereinst stellt. Und dann musste ich nachdenken. Wohl eine Frage, wie die seine. Eine, mit der man nicht rechnet. Eine, deren Antwort man erst kennt, wenn man die Frage gestellt bekommt. Eigentlich h\u00e4tte es mich also nicht \u00fcberraschen d\u00fcrfen, dass er mir etwas derartiges bietet. Elben! Elben&#8230; Von ihnen wird er mir wohl am meisten in Erinnerung bleiben, wenn ich irgendwann alt und gebrechlich zuhause in einem Sessel sitze und an bessere Zeiten denke.<\/p>\n<p>Das bringt mich dann also zu Bryannes Frage. Sie fragte, wo ich jetzt gerne sein w\u00fcrde und als was, wenn ich nicht F\u00fcrst w\u00e4re und es nichts g\u00e4be, das mich bindet. Damit also der Bogen zu dem vorigen Gedanken: Zuhause, in Ost Agar. In einem Sessel vor einem Kamin. Mit den Hunden, der Familie und den Freunden. Einem Glas guten Weines. Interessanter als die Frage an sich waren allerdings ihre Augen. Sie vermisst die Heimat wohl ebenso sehr wie ich selbst. Die Ruhe, die ich vermisse, fehlt auch ihr. Mir fallen tausende M\u00f6glichkeiten ein mit der man mir diese Antwort h\u00e4tte im Mund umdrehen k\u00f6nnen. Und obwohl sie manchmal sehr darauf aus ist zu zeigen, dass sie nicht dumm ist, dass sie sich traut Widerworte zu geben &#8211; gestern war sie einfach nur verstehend. Giselher wird hoffentlich wissen was er an ihr hat, in jeder Hinsicht.<\/p>\n<p>Ihr Mann wiederum war ganz auf Salas&#8217; Spuren. Aber keineswegs dumm. Warum ich diese Fragesache ausgerechnet jetzt machen w\u00fcrde&#8230; Ja. Warum eigentlich. Offenheit. Die Deckung aufgeben. Angriffsfl\u00e4che bieten. Zu zeigen, dass auch ich es nicht f\u00fcrchte mich den anderen zu stellen. Er selbst wird das nicht tun m\u00fcssen. Giselher genie\u00dft hohes Ansehen und Respekt in diesem Haus &#8211; und dar\u00fcber hinaus. Ich glaube oft, er untersch\u00e4tzt sich und seinen Namen ma\u00dflos. Inzwischen hat er sehr gut raus, wann er zu nicken hat und wann es gilt zu widersprechen. Und wieder denke ich an Izhkarioth und das ewige Bild der Hunde. W\u00fcrde es zutreffen, w\u00e4re Giselher wohl der beste Hund, den man sich w\u00fcnschen kann. Nur verstehe ich nicht, warum es zwangsl\u00e4ufig eine Beleidigung ein muss Hund zu sein. Denn jeder hier ist Hund seines Herrn. Auch ich habe einen. Und auch ich achte nicht jede Entscheidung. Zu befolgen habe ich sie dennoch. Aber, je l\u00e4nger ich Giselher beobachte, desto deutlicher wird, dass er der bessere Hund von uns beiden w\u00e4re. Er ist williger zu gehorchen als ich es bin. Dankbarer als ich. Und das auf eine so geschickte Weise, dass ihm sein Charakter dabei nicht verloren geht. Niemals seine Ideale und sein Glaube an die Menschen&#8230;<\/p>\n<p>Die Frage der Elbe, die Gwaethil pr\u00fcfte, war daf\u00fcr immerhin am\u00fcsant. Sie erkundigte sich lediglich, wo die dreckigen Gl\u00e4ser hin sollten. Aber sie hat gerade wohl auch selbst genug zu tun. Immerhin hat sie eine Aufgabe. Drei positive Eigenschaften des 1. F\u00fcrsten. Drei negative. Und Gr\u00fcnde, warum man wegen und trotz beider f\u00fcr dieses Haus stehen m\u00f6chte. Ich bin gespannt, was sie zur\u00fcckbringt.<\/p>\n<p>Dass Fianah das Angebot annahm war gut. Sehr gut sogar. Denn sie war einer der Hauptgr\u00fcnde, warum ich die M\u00f6glichkeit bot. Und das schien sie sehr wohl erkannt zu haben. Dabei fragte sie lediglich nach meinem Lieblingsessen. Ich glaube, Sveawyns Gesellschaft tut ihr gut. Und vielleicht hat sie auch inzwischen etwas ihren Frieden geschlossen mit der Situation. In jedem Fall habe ich das Gef\u00fchl, dass es ihr besser geht. Vielleicht f\u00fchlt sie sich in meiner Gegenwart auch nicht mehr ganz so unwohl. Ich w\u00fcnsche es ihr. Hoffe es f\u00fcr sie. Es war ein guter Schritt &#8211; wie auch schwer f\u00fcr sie, immerhin wiegt ihr Bauch wohl langsam einiges mehr als noch damals, als ich sie kennenlernte.<\/p>\n<p>Auch interessant war die Frage der Magd&#8230; Was mein gr\u00f6\u00dfter Wunsch w\u00e4re. Und damit bin ich wieder bei den Schatten, den Fu\u00dfstapfen, den Seiten in einem Buch, losgel\u00f6st von den Namen und Titeln meiner Vorv\u00e4ter. Aber wir k\u00f6nnen alle nicht \u00e4ndern wer wir sind und woher wir kommen. Das w\u00fcrde ich auch gar nicht wollen. Und die Magd selbst? Flei\u00dfig, bisher. Ich musste ihr das Arbeitsende praktisch befehlen, obwohl ich sie den ganzen Tag im Haus h\u00f6rte. Wehe, sie hat heute morgen nicht lange geschlafen!<\/p>\n<p>Zuletzt sind da noch andere, kleinere Freuden. Meine Frau, die endlich wieder mit mir in das Haupthaus gehen kann, mir beim arbeiten zuh\u00f6ren, zusehen &#8211; oder was auch immer sie dann tut. Ihre Anwesenheit im Amtszimmer mag mir inzwischen fast ungewohnt erscheinen. Ich ertappe mich oft dabei, wie mein Blick zu ihr wandert. Wie ich zu oft l\u00e4chle, egal ob dritte anwesend sind oder nicht. Manchmal l\u00e4chelt sie zur\u00fcck. Am sch\u00f6nsten ist es aber, wenn sie das nicht tut, wenn sie es schlicht nicht bemerkt, dass ich sie ansehe. Sie erinnert mich dann daran, wie sie manchmal dasitzt und neben den Wiegen der Kinder stickt oder auch dort ein Buch liest. Der Friede und die Ruhe die sie dann ausstrahlt&#8230; Beides kennt keine Grenzen, keinen Vergleich. Es erinnert mich auch daran, wie sie einst vor mir lag wie unsere Kinder jetzt vor ihr. Wie unm\u00f6glich die ganze Situation doch schien. Dann w\u00fcnsche ich mich zur\u00fcck in diese Zeit, damals. Als ich so wenig verstand und so viel daf\u00fcr verachtete. Zur\u00fcck. Um \u00e4ndern zu k\u00f6nnen, wie viel Hass ich damals f\u00fcr die Welt empfand. Und nicht zuletzt f\u00fcr diese Frau, die in ihrer Gewogenheit und Liebe durch nichts zu ersch\u00fcttern ist, auch nicht durch ihren Mann selbst.<\/p>\n<p>Ihr Mann &#8211; dem sie sogar vergeben kann nicht zu wissen, welchen Platz er in der Geschichte seines Hauses hat. Welchen in der Geschichte seines Landes. Oder seiner eigenen. In den seltenen Momenten, in denen es so ist. Wer also ist er, dieser Cinlir Winthallan? Manches mal zu weit in den Schatten der Vorg\u00e4nger und Vorv\u00e4ter. Manches mal zu grell um ertragen zu werden. L\u00f6we unter so verschiedenem Getier in dem Versuch alle davon abzuhalten einander zu bei\u00dfen. Dabei selbst bei\u00dfend, r\u00fccksichtslos und mahnend. Irgendwann werde ich dieses Bild weiter denken und f\u00fcr jeden seinen Pelz finden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Before me floats an image, man or shade, Shade more than man, more image than a shade; For Hades&#8217; bobbin bound in mummy-cloth May unwind the winding path; A mouth that has no moisture and no breath Breathless mouths may summon; I hail the superhuman; I call it death-in-life and life-in-death. &#8211; Byzantium, W. B. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2033","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cinlir-winthallan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2033"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2033\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}