{"id":231,"date":"2008-03-31T17:15:00","date_gmt":"2008-03-31T16:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=231"},"modified":"2008-03-31T17:15:00","modified_gmt":"2008-03-31T16:15:00","slug":"niemand-weint-um-die-verruchten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=231","title":{"rendered":"Niemand weint um die Verruchten"},"content":{"rendered":"<p>Entgegen allen Erwartungen und meinen eigenen Bef\u00fcrchtungen konnte das Treffen gestern tats\u00e4chlich abgehalten werden. Ich hoffe den anderen fiel nicht zu sehr auf wie elend weh dieses verdammte Bein getan hat. In mir regen sich ernste Zweifel &#8211; ob es wirklich die Wunde ist, welche da schmerzt, oder doch eher der Grund durch den ich sie erhielt? Beide Gr\u00fcnde&#8230;<!--more--><\/p>\n<p>Der alte Mann Alrich macht sich erschreckend viele Sorgen. Er ist wohl der einzige, der \u00fcberhaupt begriffen hat was, au\u00dfer der Frau selbst, traf. Er hatte sogar L\u00f6sungswege, aber keiner davon ist gangbar. Wie auch. Es w\u00fcrde nur zu noch mehr b\u00f6sen Blut f\u00fchren. Und das kann niemand brauchen. Wahrscheinlich legt mir der andere Alte das als Schw\u00e4che aus. Das kann ich nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Und Falkenauge selbst&#8230; Ich glaube, er hat&#8217;s nichtmal bemerkt. Daf\u00fcr scheint er recht gut mit seiner Adjudantin zurechtzukommen. Was gut ist. Ich glaube die beiden k\u00f6nnen einander nur gut tun. Lynne braucht die Ablenkung. Und Ardeyn selbst kann ihre Ruhe nicht schaden. Wer wei\u00df&#8230; Ich bilde mir ein sie oft zusammen zu sehen.<\/p>\n<p>Bregon Strago hat also inzwischen auch zu uns gefunden. Gestern war er zu sp\u00e4t beim Treffen, jedoch war ihm das wohl sehr peinlich, also sprach ich ihn besser nicht darauf an. Ich darf nicht vergessen ihn noch unter Eid zu nehmen&#8230; Er ist ein aufrichtiger Mann, er wird sich daran halten. Irgendetwas ist in letzter Zeit allerdings seltsam an ihm&#8230;<\/p>\n<p>Vor allem erw\u00e4hnenswert war Charls&#8217; R\u00fcckkehr in unsere Reihen. Seinen Weggang damals, egal weswegen, auch wenn ich ihn verstand, mu\u00dfte ich unweigerlich als Eidbruch werten. W\u00e4re zu interessant zu wissen, ob ihm \u00fcberhaupt aufgefallen ist, da\u00df ich, obwohl ich das Recht gehabt h\u00e4tte, niemanden auf ihn angesetzt habe. Wahrscheinlich nicht. Jedenfalls leistete er seinen Eid gestern erneut. Und alle Anwesenden mit ihm, au\u00dfer drei M\u00e4nnern: Reowin, welcher sich so oder so als ehrlos zu sehen scheint, schlie\u00dflich ist das einzige worin er denken kann Goldm\u00fcnzen; Rodgar, bei welchem es mich so oder so nicht \u00fcberrascht, sehnt er sich doch anscheinend immernoch nach Sanguisa (wirklich gute Arbeit in Sachen Jesabel, das mu\u00df ihm der Neid lassen); und eben Bregon. Aber der unbeabsichtet, er kam einfach zu sp\u00e4t dazu. Der Eid wurde also geleistet. Die ist der Tod des Gestern.<\/p>\n<p>Eichenfaust, der R\u00fcstmeister, scheint sich pudelwohl zu f\u00fchlen in seiner Rolle. Und da es stet mehr Wachen werden hat er wohl auch gut zu tun. Bisher ist er der einzige Zwerg unter dem Banner Minas Faers. Ich hoffe er f\u00fchlt sich nicht zu alleine. Dann wiederum, er kennt ja das ein oder andere Gesicht von&#8230; von&#8230; Ja. Fr\u00fcher nennt man es jetzt wohl&#8230;<\/p>\n<p>Was mich \u00fcberraschte war zu h\u00f6ren, da\u00df Heruwen, in meinen Dienst als Falknerin getreten, noch keine Arbeit dieser Art zuvor hatte. Ich hielt es daher f\u00fcr besser ihr Lires als Wache an die Seite zu stellen. Unerfahrenheit k\u00f6nnte sie sonst teuer zu stehen kommen. Sie kann zweifelsfrei gut mit Tieren umgehen. Aber Menschen&#8230; Wir alle haben gesehen, da\u00df man sich nichtmal davor scheute die Baroness in ihrem eigenen Zimmer zu \u00fcberfallen. Lires wird \u00e4hnliches hoffentlich verhindern k\u00f6nnen. Eine pflichtbewu\u00dfte Frau. Sie w\u00fcrde niemanden wissentlich und willentlich entt\u00e4uschen, denke ich.<\/p>\n<p>Leider ergab sich noch keine neue Gelegenheit Iyrawen unter vier Augen zu sprechen. Ich werde noch ein paar Tage abwarten. Sollte sich dann immernoch nichts ergeben haben, schreibe ich ihr wohl besser oder trage irgendjemandem auf einen Termin zu vereinbaren. Termin! In meinem eigenen Haus. Aber immernoch tr\u00e4ume ich vom Feuer. Ich w\u00fc\u00dfte nicht wessen Feuer sonst das verursacht haben sollte. Vielleicht kann sie helfen.<\/p>\n<p>Kashin, Kashin, Kashin&#8230; Es ist bemerkenswert wie oft sein Name an mein Ohr dringt und wie selten ich ihn im Vergleich dazu zu Gesicht bekomme. Anscheinend hat auch er die letzten Wochen nicht ohne Schrammen \u00fcberwunden. Vielleicht sollte ich ihn fragen was in aller Welt ihm \u00fcberhaupt zugesto\u00dfen ist. Ah. Und ich sollte irgendjemanden fragen wo in aller Welt eigentlich Liniath steckt.<\/p>\n<p>Und die gute Lysawyn&#8230; Immernoch so besorgt. Immernoch so beherrscht. Vielleicht sollte ich ihr nahelegen, was ich am Morgen noch Lynne sagte. Niemandem gelingt es Stein zu sein. Nichteinmal Ardeyn. Ich hoffe das M\u00e4dchen hat nicht zu sehr gelitten&#8230;<\/p>\n<p>Nach dem Treffen dann erreichte mich Nymera, ohne Gehei\u00df Damares&#8217;. Sie suchte mich auf um mir zu sagen wo sich eben diese aufhielt. Schlimmer: Sie sagte mir warum. So m\u00fcssen wir beide nunmehr also einen lieben Menschen verabschieden. Sie einen Ehemann &#8211; und zwar einen guten, wie ich behaupte und wei\u00df. Und ich&#8230; Die einzige Klinge, die ich zu jeder Zeit freiwillig &#8220;Freund&#8221; nannte, sogar w\u00e4hrend meines Todes. Es gilt Morferths Namen und Andenken in Ehren zu halten. Zwar sah ich ihn schon seit Monaten nicht, dennoch wird er mir fehlen. Sichere Wege.<\/p>\n<p>Ich suchte Damares auf. Sie&#8230; Nun, immerhin hat sie mir nicht sofort mit irgendwas schrecklich weh getan. Zwar schien sie nicht sonderlich gl\u00fccklich \u00fcber mein Erscheinen, aber immerhin konnten wir uns darauf einigen uns heute wiederzutreffen um gemeinsam trauern zu gehen. Diese Zeilen schreibe ich, nehme dann meinen Bogen und meine Klingen &#8211; und das Blut wird uns als Tr\u00e4nen dienen.<\/p>\n<p>Als ich also gestern zur\u00fcckkehrte, um meine Vorbereitungen f\u00fcr das Beschriebene zu treffen, war es nat\u00fcrlich unm\u00f6glich meiner Verlobten nicht zu begegnen. Ein \u00c4rgernis, welches sie sich da eingefangen hatte. Eines, welches mich viel Geduld kostete &#8211; und am Ende die Beherrschung. Zum Gl\u00fcck handelte Ardeyn diesmal schnell. Sehr schnell. Es h\u00e4tte keinen Moment l\u00e4nger dauern d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ellena also. Ihr Vater beantwortete meinen Brief. Ein Schreiben an sie, eines an mich. H\u00e4tte sie mir die Antwort an sie nicht zu lesen gegeben, ich h\u00e4tte fast denken k\u00f6nnen es handle sich um einen liebenden Vater. Zwar bindet auch ihn ein Vertrag, jedoch scheint es mir als w\u00fcrde er seine Tochter bereitwillig wie eine seltene und daher teure Ware verschachern. Ich darf Ellena nicht mehr gehen lassen. Es darf nicht geschehen, da\u00df sie auch noch an einen gleichgearteten Ehemann ger\u00e4t.<\/p>\n<p>Und ich selbst? Ich &#8211; f\u00fchle mich alleine. Zu jedem Einzelnen von ihnen fallen mir mehrere Gr\u00fcnde ein, wieso ich sie nicht belasten sollte und darf. Mir fehlt mein Herz noch viel zu oft, auch wenn ich mich gelegentlich dabei ertappe, da\u00df es bereits weniger weh tut. Bin ich ein schlechter Mann, weil mein Schmerz von so kurzer Dauer ist? Und bin ich schlecht, weil ich von Freunden umgeben bin, mich aber dennoch alleine f\u00fchle? Am Ende, so bin ich sicher, werden die alten Feuer wieder lodern. Gewandelt. Aber ebenso hell und hei\u00df wie in alten Tagen. Es braucht nur ein bi\u00dfchen Wind. Und der wird sicherlich kommen. Daf\u00fcr bete ich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entgegen allen Erwartungen und meinen eigenen Bef\u00fcrchtungen konnte das Treffen gestern tats\u00e4chlich abgehalten werden. Ich hoffe den anderen fiel nicht zu sehr auf wie elend weh dieses verdammte Bein getan hat. 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