{"id":2326,"date":"2010-11-30T20:28:10","date_gmt":"2010-11-30T20:28:10","guid":{"rendered":"http:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2326"},"modified":"2014-01-07T19:06:42","modified_gmt":"2014-01-07T19:06:42","slug":"lokalpresse-vom-30-november-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2326","title":{"rendered":"Lokalpresse vom 30. November 2010"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Im Dunkeln fischen<\/em><\/strong><!--more--><\/p>\n<p>   In den letzten Wochen machte der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel E. Fischer mit seiner Kritik am Internet Schlagzeilen. Der Politiker bem\u00e4ngelte den Umstand, dass es Habitus sei sich in Diskussionsforen zu registrieren, ohne die Angabe eines echten Namens. Durch diese &#8220;Vermummung&#8221; sei es schwerer die Schreiber zu identifizieren. Dar\u00fcber hinaus gebe man ihnen so ein Sprachrohr, das um so hemmungsloser genutzt w\u00fcrde, jetzt, da man sich unerkannt glaubt.<\/p>\n<p>   F\u00fcr Aufruhr sorgte er dann, da sich einige Internetnutzer ob seiner nicht kleinen Anklage ihrem Verhalten gegen\u00fcber berufen sahen zu sehen, wie es der Politiker denn selbst mit der Anonymit\u00e4t h\u00e4lt. Ergebnis: Auf seinem eigenen Blog fehlte das gesetzlich vorgeschriebene Impressum, das Auskunft \u00fcber den realen Seiteninhaber geben muss. Wenige Stunden nachdem dieser Umstand in einschl\u00e4gigen Foren und Blogs bekannt wurde, nahm Fischer seine Seite kurzzeitig vom Netz und r\u00fcstete das Impressum nach. Eine peinliche Panne.<\/p>\n<p>   Um so peinlicher ist aber die Unhaltbarkeit des eigentlichen Vorwurfes. Moderne Forensoftware ordnet einer in einem solchen Diskussionsforum hinterlassenen Nachricht immer auch die IP-Adresse des eigentlichen Autors zu. Die angeprangerte Anonymit\u00e4t ist also reine Illusion, da durch die IP auch sp\u00e4ter noch durch den Provider herausfindbar ist, wer welchen Eintrag verfasste.<\/p>\n<p>   Im Internet jedenfalls ist man sich einig. Es ist eine \u00f6ffentliche, weltweite Plattform auf der jeder frei sprechen k\u00f6nnen sollte. Zu dieser Freiheit z\u00e4hlt auch nicht zwingend den eigenen Namen zu nennen.<\/p>\n<p><strong><em>Petition ins Nichts<\/em><\/strong><\/p>\n<p>   Deutschland hat Angst. Angst davor, dass die Kamille, allseits bekannt f\u00fcr ihre hervorragenden heilenden Eigenschaften und von Patienten wegen ihres \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Gebrauchs in Krankenhausteekannen verhasst, ihre Existenzberechtigung auf dem deutschen Arzneimittelmarkt verliert.<\/p>\n<p>   Aber wie kommt es zu dieser pl\u00f6tzlichen Panik um die popul\u00e4re Pflanze? In einer Petition, die \u00fcber das Internet in Foren und Kettenmails verbreitet wurde, rief man dazu auf eine EU-Richtlinie aufzuhalten, die, so der verfasste Text, eben alle Heilpflanzen vom Markt nehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>   Doch weit gefehlt. Zum einen gibt es keine derartige Richtlinie. Schon gar nicht eine, die zu dem im Schreiben angek\u00fcndigten Termin in Kraft tritt (1. April 2011). Zum anderen fordert eine \u00e4hnliche Richtlinie lediglich dazu auf entsprechende Produkte ordnungsgem\u00e4\u00df zu registrieren. Ein Vorgang, der in Deutschland schon seit langen Jahren Praxis ist.<\/p>\n<p>   Dennoch lie\u00dfen sich 117.100 Menschen \u00fcberzeugen und unterzeichneten eine Petition, die schon zu ihrer Entstehungsstunde zum Scheitern verurteilt war. Es sei denn, man unterstellt einen anderen Zweck: N\u00e4mlich den zu beweisen, wie viele Menschen unterschreiben. Ohne Recherche.<\/p>\n<p><strong><em>Gef\u00e4hrliche Liebschaft<\/em><\/strong><\/p>\n<p>   Einen teuren One-Night-Stand hatte ein Gie\u00dfener B\u00fcrger zu beklagen.<\/p>\n<p>   Am letzten Samstag hatte sich der 22-J\u00e4hrige bei einem Besuch in einer \u00f6rtlichen Diskothek mit einer jungen Frau bekannt gemacht und diese zu sich nach Hause eingeladen. Nach einer freudvollen Nacht, trotz Alkoholeinflusses, stellte er am Morgen fest, dass der n\u00e4chtliche Besuch die Wohnung bereits verlassen hatte. Aber nicht alleine: Wertgegenst\u00e4nde wie Handy, Geldbeutel und MP3-Player gingen mit ihr.<\/p>\n<p>   Anzeige wurde bereits erstattet. Die Polizei warnt daher vor dieser tr\u00fcgerischen T\u00e4terin wie auch m\u00f6glichen Nachahmern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Dunkeln fischen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[374],"tags":[],"class_list":["post-2326","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-newsarticles-by-nate-c1"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2326","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2326"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2326\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3650,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2326\/revisions\/3650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2326"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2326"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2326"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}