{"id":2338,"date":"2010-12-08T17:45:33","date_gmt":"2010-12-08T17:45:33","guid":{"rendered":"http:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2338"},"modified":"2010-12-08T17:54:50","modified_gmt":"2010-12-08T17:54:50","slug":"the-winthallans-4-1-winter-is-here","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2338","title":{"rendered":"The Winthallans 4.1 &#8211; Winter is here"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>The superior man, when resting in safety, does not forget that danger may come. When in a state of security he does not forget the possibility of ruin. When all is orderly, he does not forget that disorder may come. Thus his person is not endangered, and his States and all their clans are preserved.<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Konfuzius<\/strong><!--more--><\/p>\n<p>((OOC: Musik, f\u00fcr Gisi eingef\u00fcgt: http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QAPmwsE4L6g ))<\/p>\n<p><em>Vor Jahren&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Hier scheinte es. Wo immer hier auch sein mochte. Cinlir hatte es schon vor Tagen verdr\u00e4ngt. Er h\u00e4tte nicht hier sein sollen, nicht hier sein wollen. Aber hier war er. Allein in einem Zelt, drau\u00dfen die K\u00e4lte. Hier innen hielt ihn ein Kohlebecken warm. Noch. Ein paar Stunden noch, dann w\u00fcrde die Sonne aufgehen&#8230; Aber warm, wirklich warm, w\u00fcrde es auch dann nicht werden.<\/p>\n<p>Er schloss die Augen. Zuhause, so wusste er, wartete inzwischen eine Frau auf ihn. Seine Frau auf ihn. Sybell&#8230; Vor wenigen Monaten hatten sie geheiratet. In ihren Armen, auch das wusste er, w\u00e4re es jetzt weit w\u00e4rmer, weit weicher. Damit weit angenehmer als hier. Sein Mundwinkel verzog sich zu einem gequ\u00e4lten Schmunzeln als er dabei an Nanndir dachte, der Cinlir f\u00fcr diesen Gedanken bereits warmherzig bel\u00e4chelt h\u00e4tte. Und Enlir? Zweifelsfrei l\u00e4ngst drau\u00dfen bei den Pferden.<\/p>\n<p>Mit steifen Fingern zog er seinen Mantel enger um die Schultern. Kalt war ihm noch nicht, daf\u00fcr hatte der warme Gew\u00fcrzwein, obwohl er sehr gestreckt war um ihn kampff\u00e4hig zu halten, gesorgt. Der Gedanke an da drau\u00dfen allein jedoch war mehr als genug ihm die Glieder steif werden zu lassen. Also ging er noch einmal zum Tisch mit der Karte. Die Bewegung an sich tat bereits gut. Das, was er auf dem Tisch sah, eher weniger.<\/p>\n<p>Die Eingangsplane wurde zur\u00fcckgeworfen. &#8220;Es ist soweit, Bruder. Die Pferde stehen bereit, die M\u00e4nner sind wach und ger\u00fcstet. Alle warten auf dich.&#8221; Es war sonst nicht Enlirs Art so viel zu reden, jedenfalls nicht, wenn es um die Soldaten und Pferde ging. Er hielt sich sonst knapp. Pr\u00e4zise. Mit einem Nicken stellte Cinlir den Becher beiseite und trat zu seinem Bruder. Die M\u00e4nner warfen einander ernste Blicke zu, halb als w\u00fcrden sie damit rechnen einander am Abend nicht wiederzusehen. So wie sie es immer taten, standen sie in Waffen zusammen mit dem Vorhaben, der Pflicht diese auch zu nutzen.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen erwartete den Herzog ein Rappe. Schwarz wie die Nacht &#8211; und damit vielleicht jetzt eine g\u00fcnstige Farbe. Aber sp\u00e4ter, sp\u00e4ter w\u00fcrde er von dem Schnee hervorstechen wie kaum ein anderes Tier. Enlir hatte ihn davor gewarnt. Wieder war es, wie immer. Cinlir hatte keinen Grund gesehen sich zu verstecken, sich klein zu machen, den direkten Kampf zu meiden. Und auch der Gedanke an eine Frau die ihn liebte, die nach wie vor kein Kind von ihm erwartete, lie\u00df ihn diesbez\u00fcglich nicht umdenken. Das wiederum h\u00e4tte Nanndir ohne Zweifel sein Poetenherz gebrochen. Aber er war nicht hier. Hiervon wusste er nichts.<\/p>\n<p><em>Sonnenaufgang&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Hinter den Hufen stob der Schnee teils locker, teils in festgetrampelten Klumpen auf. Nichts hatte Pferd und Reiter bisher aufhalten k\u00f6nnen. Auch dann nicht, wenn der Schnee zu F\u00fc\u00dfen des Tieres l\u00e4ngst rot gef\u00e4rbt war oder wenn zur Linken und zur Rechten der Kampfesl\u00e4rm beiden die Ohren bet\u00e4uben mochten.<\/p>\n<p>Als er jung war hatten ihm die M\u00e4nner erz\u00e4hlt welche Troph\u00e4en sie mitgebracht hatten von all den Orks, die sie erschlagen hatten. Hier drau\u00dfen lagen die Dinge anders. Zeit f\u00fcr Troph\u00e4en gab es nicht. Zeit sich nach Freund oder Bruder umzusehen ebenso wenig. Enlir w\u00fcrde k\u00e4mpfen, k\u00e4mpfen mit allem was man ihm beigebracht hatte. Damit w\u00fcrde er entweder siegreich sein, oder einen verdienten Tod gestorben. Es gab keinen Grund nach ihm zu sehen. Es gab nur die vier Beine seines Rappen, seinen Schwertarm, das Schwert in der Hand und der scharfe Blick f\u00fcr den Feind.<\/p>\n<p>Gerade hatte sich eine Art Hof um den Herzog gebildet. Das Tier und er waren alleine, relativ betrachtet. Er sah sich nach neuen Gegnern um, lenkte das Pferd im 90-Grad-Winkel nach links und ritt im gestreckten Galopp auf einen kleinen Trupp zu. Es war ebenso unn\u00f6tig sich umzusehen. Seine M\u00e4nner w\u00fcrden aufschlie\u00dfen, bald schon. Er w\u00fcrde dort nicht lange alleine durchhalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p>An seinem Ziel angekommen wurden Reiter und Ross sofort ausgebremst. Cinlirs Schwert fand seine Gegner, wie es schien, fast ohne sein eigenes Zutun. Der Rappe wiederum warf den Kopf herum, erwischte einen der Orks mit der Stirnplatte so an der Schulter, dass dieser st\u00fcrzte und nur Augenblicke sp\u00e4ter sein Ende unter den schweren Hufen des m\u00e4chtigen Tieres fand. Die Orks ihrerseits waren selbst jedoch weit weniger unt\u00e4tig und vor allem unf\u00e4hig als erhofft. Ein Speer drang in die Flanke des Schwarzen ein, wobei dieser sich erst aufb\u00e4umte, dann das Gleichgewicht verlor. Genau wie der Ork zuvor st\u00fcrzte auch das Pferd, samt Cinlir.<\/p>\n<p>Der L\u00e4rm war kaum zu ertragen als das, was Cinlir vorausgesagt hatte, eintrat und die eigenen M\u00e4nner &#8211; wohl durchaus in dem Glauben sie h\u00e4tten ihren Herrn verloren &#8211; die kleine Gruppe gnadenlos aufrieb. Eine Hand griff nach Cinlirs Hals, w\u00e4hrend dieser nun endlich die Gelegenheit hatte sein Bein unter dem Pferd hervorzuziehen; etwas, das sich als \u00e4u\u00dferst schwierig gestaltete, musste man sich gerade liegend mit einem Schwert einem Ork erwehren musste. Es erwies sich als n\u00fctzlich nicht in schwerer Plattenr\u00fcstung losgezogen zu sein. Seine Gnaden bevorzugten Leder, immerhin hatte man so die Chance jemals wieder allein auf die F\u00fc\u00dfe zu kommen, wenn man schon st\u00fcrzte.<\/p>\n<p><em>Sonnenuntergang&#8230;<\/em><\/p>\n<p>Es war ruhig geworden. Ruhig, sah man von allem, was aus dem Lazarettzelt zu h\u00f6ren war, ab. Weder Enlir noch Cinlir selbst hatten daf\u00fcr im Moment einen Gedanken. Die Heiler taten dort bereits was sie konnten. Sie selbst w\u00e4ren dort nur im Weg gewesen.<\/p>\n<p>&#8220;Was, in Mordors Namen, tust du da, Bruder?&#8221; Enlir, der J\u00fcngere, sah nicht gut aus. Die R\u00fcstung war \u00fcbel zerschunden. \u00dcberall an ihm klebte Blut. Zum Gl\u00fcck war nur wenig davon sein eigenes.<br \/>\nCinlir sah nicht auf. &#8220;Holz aufschichten. Siehst du doch.&#8221;<br \/>\n&#8220;Holz.&#8221;, wiederholte Enlir n\u00fcchtern, skeptisch. &#8220;Holz wof\u00fcr?&#8221;<br \/>\n&#8220;Wir haben einen Ork anzuz\u00fcnden.&#8221;<br \/>\nEnlir sah seinen Bruder an als w\u00e4re dieser nun endg\u00fcltig wahnsinnig. &#8220;Einen Ork? Du scherzt. Da drau\u00dfen brennen hunderte Feuer um die Kadaver dieser elenden Kreaturen loszuwerden.&#8221;<br \/>\n&#8220;Richtig. Und einen -&#8221; Cinlir unterbrach sich selbst kurz als er den letzten Stamm zurechtr\u00fcckte. &#8220;Einen werden wir anz\u00fcnden.&#8221;<br \/>\n&#8220;Cinlir&#8230;&#8221; Wahnsinnig. Definitiv.<br \/>\nDer Angesprochene warf seinem j\u00fcngeren Bruder genau die Art Blick zu, die keine Widerrede zulie\u00df. Also seufzte Enlir und packte endlich mit an. Diesmal jedoch bei einem der Orks. &#8220;Keine Armen&#8230; Kein Herdfeuer&#8230; Kein Scheit. Wenn du eine bessere Idee hast, nur raus damit. Bis dahin nehmen wir Orks.&#8221;<\/p>\n<p>Der Winter w\u00fcrde auch dieses Jahr genau so lange bleiben, wie er es f\u00fcr richtig hielt. Das hatte der Herzog inzwischen gelernt. Aber auch dieses Jahr w\u00fcrde es an dessen Ende ein paar Orks weniger geben. Stroh in Zeiten des Friedens, Fleisch in allen anderen Zeiten. Es machte l\u00e4ngst keinen Unterschied mehr.<\/p>\n<p>Das Julfest verbrachten die Frauen alleine zuhause. Und im n\u00e4chsten Jahr w\u00fcrden einige von ihnen keinen Mann mehr haben, auf den sie im n\u00e4chsten Jahr warten mussten oder mit dem sie feiern konnten. Aber sicher, das w\u00fcrden sie sein. Diesen Winter. Den n\u00e4chsten. Und jeden Winter darauf.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The superior man, when resting in safety, does not forget that danger may come. When in a state of security he does not forget the possibility of ruin. When all is orderly, he does not forget that disorder may come. Thus his person is not endangered, and his States and all their clans are preserved. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2338","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cinlir-winthallan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2338","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2338"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2338\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2341,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2338\/revisions\/2341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2338"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2338"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2338"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}