{"id":2425,"date":"2011-03-17T11:17:29","date_gmt":"2011-03-17T11:17:29","guid":{"rendered":"http:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2425"},"modified":"2011-03-19T15:38:54","modified_gmt":"2011-03-19T15:38:54","slug":"the-winthallans-4-5-the-ghosts-that-haunt-us","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=2425","title":{"rendered":"The Winthallans 4.5 &#8211; The Ghosts that haunt us"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>How beggarly appear arguments before a defiant deed!<\/em><\/p>\n<p>&#8211; Walt Whitman<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><em>Der Schmerz an Cinlirs Hals war stechend, bet\u00e4ubend. In seine Nase drang der Geruch von F\u00e4ulnis, von Staub, von Moder. Sein Geist sagte ihm, es w\u00e4re der richtige Moment einfach zu gehen. Sich vom K\u00f6rper zu verabschieden. Sich einfach fallen zu lassen und auf das Ende zu warten. Es w\u00e4re gut. Es w\u00e4re verdient. Es w\u00e4re besser so.<\/p>\n<p>Doch sein Herz zeigte einen anderen Weg. Er war ein Winthallan! Aufgeben? Nicht in diesem Leben. Seine Finger tasteten nach der Fackel. Er kam wieder auf die Beine, schlug mit der Fackel gegen seinen Widersacher. Doch die Fackel fiel und wieder sp\u00fcrte er diesen Schmerz an seinem Hals, sp\u00fcrte fremde Z\u00e4hne durch sein Fleisch schneiden.<\/p>\n<p>Er fiel, sp\u00fcrte Stein unter seinem R\u00fccken. Sp\u00fcrte ein Fremdes Gewicht auf sich. Und wieder diese alten, fauligen Z\u00e4hne. Dann ein Schrei! Diese Stimme&#8230; Er kannte sie. Aber hier unten? Wie sollte der Elb es hierher geschafft haben? Neimand war ihm gefolgt. Jedenfalls hatte er das geglaubt. Dennoch, ein Pfeil schlug neben Cinlir auf dem Boden ein. Kaum mehr als ein Augenblinzeln sp\u00e4ter h\u00f6rte er einen zweiten durch die Luft surren. Und dieser traf, den zweiten Gegner. Cinlir selbst hatte den zweiten fast verdr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Doch&#8230; Das Wesen zeigte sich von dem Pfeil unbeeindruckt. Es st\u00fcrmte auf Gwaethil zu, riss ihn zu Boden. Was dann geschah konnte Cinlir nicht erkennen. Aber er h\u00f6rte es. Schmatzen. Das Ger\u00e4usch von brechenden Knochen. R\u00fcstplatten die \u00fcber den Boden schabten oder achtlos beiseite geworfen wurden. Das eben noch deutlich h\u00f6rbare Atmen des Elben, der ihm treu in diese Untiefen nachgehastet war, wich einem Gurgeln, dann einem einzelnen Husten. Und dann kam Stille. Nur noch Schmatzen.<\/p>\n<p>Irgendetwas tropfte auf sein Kinn. Sein eigenes Blut oder der Speichel des Wesens auf ihm&#8230; Er konnte es nicht sagen. Dann drang etwas scharfes, etwas krummes durch das Leder seiner R\u00fcstung. Weiter. Er sp\u00fcrte die Klaue auf der Haut seines Bauchs. Mehr schneidender Schmerz! Er wollte schreien, verbot es sich aber. Die weit aufgerissenen Augen sahen nur noch schwarz. Aber nein, schreien w\u00fcrde er nicht. Diesen einen Triumph w\u00fcrde er niemanden g\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Schwere legte sich auf seinen K\u00f6rper, die der Herzog keiner bestimmten Tatsache zuordnen konnte. Aus irgendeinem Grund wurde ihm kalt. Er nahm an, die K\u00e4lte des Steins unter ihm wurde ihm langsam bewusst. In seinen Ohren begann es zu klingen. Der Staub in der Luft, dieser musste es sein, machte es ihm schwer und schwerer zu atmen. Schlimmer war, immer wenn er Luft holte stach der Schmerz in seinem Bauch nur um so mehr. \u00dcberrascht stellte er fest, dass er seinen Brustkorb bald schon nicht mehr dazu \u00fcberreden konnte gef\u00e4lligst seine Arbeit zu tun. Der Gedanke, wie wenig ihn das beunruhigte hatte etwas sehr beruhigendes.<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Herr?&#8221;<br \/>\n&#8220;Ihr h\u00e4ttet ihnen geholfen. Meinen Sohn. Ihr h\u00e4ttet nicht zugelassen, dass er \u00e4hnliche Torheiten begeht. H\u00e4ttet daf\u00fcr gesorgt, dass er gesund und wohlauf ist. H\u00e4ttet ihm, wie mir damals, geholfen die Blutlinie fortzusetzen. Ich vertraue auf euer Geschick.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Ratsherr?&#8221;<br \/>\n&#8220;Was schon. Die Stadt h\u00e4tte keinen gro\u00dfen Verlust erlitten. Im Gegenteil. Viel \u00c4rger w\u00e4re gerade euch erspart geblieben. Ihr h\u00e4ttet einen Nachfolger gefunden. Farnes vielleicht, Mordor nochmal. Meine Hilfe wird geduldet &#8211; bestenfalls. Wahrscheinlich h\u00e4tte man diesen Geistern zu Ehren eine Statue errichtet, statt des Keilerbrunnens.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, F\u00fcrst?&#8221;<br \/>\n&#8220;Schlecht gef\u00fchrt habe ich euch. Und nicht auf euch geh\u00f6rt. Wie ein Kind, das ich immer f\u00fcr euch sein muss, das ich immer f\u00fcr euch bleiben werde. Obwohl ihr das wisst folgt ihr mir. Niemals werde ich hoffen k\u00f6nnen euch zu verstehen, alter Mann. Meinen Dank daf\u00fcr werdet ihr nie kennen.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Bruder?&#8221;<br \/>\n&#8220;Du w\u00e4rst meinen Br\u00fcdern gefolgt, so wie du mir folgst. H\u00e4ttest sie auf deine Art gelenkt, h\u00e4ttest somit die Geschicke dieses Hauses bestimmt. Es w\u00e4re gut gewesen. Ich wei\u00df, dass du das kannst. Du h\u00e4ttest mich oft daf\u00fcr verflucht, auch das wei\u00df ich. Aber du h\u00e4ttest es gekonnt. Am Ende w\u00e4re ich stolz auf dich gewesen&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Cinlir?&#8221;<br \/>\n&#8220;Meinen Namen und Euer Blut habe ich besch\u00e4mt. Es gibt nichts, was dies ungeschehen machen k\u00f6nnte. Ich habe dieser Familie keinen Dienst erwiesen. Mein Name wird nicht an den Euren heranreichen. Nie war es mein Ziel Euch zu entt\u00e4uschen.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Vater?&#8221;<br \/>\n&#8220;Auch wenn ich weg bin bist du stets in guten H\u00e4nden. Man wird auf dich achten, hier, unter den deinen. Man wird dir helfen, dich erziehen. Man wird aus dir einen gro\u00dfen Mann machen. Gr\u00f6\u00dfer als dein Vater. Und mit Gl\u00fcck &#8211; weniger dumm.&#8221;<\/p>\n<p>&#8220;Was w\u00e4re gewesen, w\u00e4re es so gewesen, Geliebter?&#8221;<br \/>\n&#8220;Es tut mir leid. Ich war t\u00f6richt.&#8221;<br \/>\nDas L\u00e4cheln konnte er nur erahnen.<br \/>\n&#8220;Ich liebe dich.&#8221;<\/em><\/p>\n<p>Es war weder Krankheit noch Wundfieber, die Cinlir Winthallan in dieser Nacht den Schwei\u00df auf die Stirn trieben. Es war auch nicht die Angst vor den Toten, die er in dieser Nacht mit seinen eigenen Augen gesehen hatte. Es war das Bewusstsein darum jeden, jeden in seiner Verantwortung entt\u00e4uscht zu haben. Die Gewissheit es niemals eingestehen zu k\u00f6nnen, weil es Position und Erziehung nicht in diesem Leben zulassen w\u00fcrden.<\/p>\n<p><em>Geht, Lebender! Und kehrt nie wieder hierher zur\u00fcck&#8230;<\/em> Cinlir war sich sicher, dass es sehr wenige Menschen gab, die entkamen und solche Worte mit sich trugen. Doch auch dieser kleine Triumph, ein Triumph der ihn sonst sicherlich mit Stolz erf\u00fcllt h\u00e4tte, gab ihm nicht die Ruhe f\u00fcr den erholsamen Schlaf, den er n\u00f6tig hatte.<\/p>\n<p>Die Zeit der Tr\u00e4ume war angebrochen. Bald schon w\u00fcrde er f\u00fcr ihr Ende beten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>How beggarly appear arguments before a defiant deed! &#8211; Walt Whitman<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-2425","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cinlir-winthallan"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2425","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2425"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2434,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2425\/revisions\/2434"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}