{"id":3205,"date":"2012-01-13T09:39:00","date_gmt":"2012-01-13T09:39:00","guid":{"rendered":"http:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=3205"},"modified":"2014-01-07T19:13:17","modified_gmt":"2014-01-07T19:13:17","slug":"puppetmaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=3205","title":{"rendered":"Puppetmaster"},"content":{"rendered":"<p><em>Irgendwie hatte er es \u00fcber die T\u00fcrschwelle geschafft, nur um direkt nachdem besagte T\u00fcr hinter ihm ins Schloss gefallen war wie der sprichw\u00f6rtliche nasse Sack zusammenzubrechen. Gregory hatte ihn so gefunden. Wobei &#8220;gefunden&#8221; wohl das falsche Wort war, immerhin wich ihm der Mann kaum von der Seite. Er hatte ihn aufgehoben und ins Schlafzimmer getragen, ihn dort auf dem Bett abgelegt und alle Rolll\u00e4den geschlossen.<\/em><!--more--><\/p>\n<p><em>Mascha wollte noch vorbei kommen. Er hatte sie selbst danach gefragt. Noch war er keine zwei Minuten wieder in den eigenen vier W\u00e4nden &#8211; und doch hatte er schon keine Kraft mehr um dar\u00fcber nachzudenken, was passieren w\u00fcrde wenn Mascha unten an die T\u00fcr klopfte, Greg ihr \u00f6ffnete und ihr freundlich zu verstehen gab, dass er in keiner Verfassung mehr war Besuch zu empfangen. Wahrscheinlich, so h\u00e4tte er gedacht, h\u00e4tte er die Kapazit\u00e4ten daf\u00fcr noch \u00fcbrig gehabt, w\u00fcrde sie einfach nur skeptisch dreinblicken, nicken und wieder gehen. Immerhin konnte ihr sein Zustand reichlich egal sein. Und in ihr sah man das Raubtier st\u00e4rker am Verhalten. Wenn sie ihn so sah, dann sah sie ihn schwach. Schwach auf eine Weise, die nicht in ihr Weltbild passen w\u00fcrde. Etwas, das sich selbst ausselektieren w\u00fcrde. Wof\u00fcr einer so schwachen Kreatur helfen? Aber in seinem Kopf gab es hierf\u00fcr keinen Platz. Die gute Schallisolation auf die beim Kauf der Wohnung extra geachtet wurde war alles was man hatte tun k\u00f6nnen um seinen Nachbarn den lauten Schmerzensschrei zu ersparen.<\/p>\n<p>Ihr Clansbruder, Thomas, w\u00fcrde wahrscheinlich nichts bemerken. In letzter Zeit hatte er kaum noch auf Schreiben reagiert. Und wenn, dann sehr sp\u00e4t. Die meisten blieben unbeantwortet. Ihm w\u00fcrde nicht auffallen wenn der w\u00f6chentliche Bericht ausblieb. Wenn die Schwerter kein Wort wechselten. Wenn kein pers\u00f6nliches Wort an ihn gerichtet wurde. Thomas wiederum h\u00e4tte geholfen, sofern er gekonnt h\u00e4tte. Allen m\u00f6glichen Unsinn h\u00e4tte er erz\u00e4hlt und Nate damit nur noch weiter in den Wahnsinn getrieben. Wahrscheinlich war es gut, dass er nicht hier war.<\/p>\n<p>Jason&#8230; Jason w\u00fcrde die Stille vielleicht bemerken, die nun zwangsl\u00e4ufig folgen w\u00fcrde, weil sein Bruder es nicht einmal schaffte sich f\u00fcr zwei Minuten aufrecht hinzusetzen. Aber Jason war Profi. Er w\u00fcrde es abtun als &#8211; irgendetwas wichtiges, das der Senator eben gerade zu tun hatte. F\u00fcr ihn und Mascha hatte er in dieser Nacht so viel gelogen und so viel \u00fcber sich selbst offenbart, dass er jetzt eigentlich nur noch beten konnte Hope hatte den K\u00f6der geschluckt. Sie hatte ihn gefragt, ob er von dem Verh\u00e4ltnis wisse. Und er? Er hatte gesagt, er wisse lediglich von einer professionellen Zusammenarbeit. Jason wiederum hatte von etwas geschrieben, dass die anderen finden konnten &#8211; statt der Wahrheit. Und h\u00e4tte er selbst es v\u00f6llig abgestritten, so h\u00e4tte er Hope nur noch mehr Grund gegeben weiter nachzubohren. Denn eines war sicher: Sie glaubte ihm bestenfalls 10 % von dem, was er ihr sagte. Also hatte er das Beste daraus gemacht. In der Hoffnung an den richtigen Stellen gelogen zu haben. Nur&#8230; Wussten weder Mascha noch Jason davon. Der Gedanke an seinen Bruder wollte ihn weinen lassen. K\u00f6rperlich gesehen war er keine Bedrohung f\u00fcr die Frau, die Jason so sehr ver\u00e4ndert hatte, dass der Mann streckenweise Angst vor sich selbst zu haben schien und ihn die Paranoia deutlich ver\u00e4nderte. Dennoch hatte er sie in die Knie gezwungen. So effizient, dass sie die n\u00e4chste Viertelstunde kein Bein unter sich bringen konnte. Er hatte es genossen sie an etwas scheitern zu sehen, dass f\u00fcr ihn jede Sekunde seiner Existenz darstellte. Und f\u00fcr einen kurzen Augenblick hatte er sogar glauben wollen, dass sie jetzt, in diesen kurzen Momenten, wirklich verstand. Hatte er f\u00fcr seinen Bruder Rache nehmen wollen? Zur H\u00f6lle, ja! Aber das w\u00fcrde nie jemand wissen.<\/p>\n<p>All das war nicht woher die Schmerzen kamen. Die, die ihn jetzt seinen Kopf in den l\u00e4ngst rot getr\u00e4nkten Kissen vergraben lie\u00dfen. Warum hatte er sich von ihr verpr\u00fcgeln lassen? Warum hatte er nicht ein einziges Mal die Hand gegen sie erhoben? Warum lie\u00df er sich Verr\u00e4ter nennen? Und ihn Zuh\u00e4lter? Jason und sich selbst eine Hure ausgerechnet des Mannes, der ihnen von allen Anwesenden wahrscheinlich am wenigsten schaden wollte? Warum hatte sie Nate gek\u00fcsst? Warum hatte der Betbruder ihn gek\u00fcsst, als er gerade dabei war zu gehen? Und am Schlimmsten: Warum um alles in der Welt hatte er zugelassen, dass sie ausgerechnet ihn, den Immertreuen, k\u00fcsste?<\/p>\n<p>Er hasste diese Art von Fragen. Es waren die, auf die man in den seltensten F\u00e4llen Antworten erhielt. In Gedanken gab er sich eine Woche, vielleicht zwei. Dann w\u00fcrde er zu Pearse kriechen m\u00fcssen &#8211; oder irgendjemanden ihres Blutes &#8211; der diese verdammten Fragen aus seinem Kopf brannte. Und bis dahin? Viel unertr\u00e4gliche Einsamkeit, deren Aufbrechen er fast ebenso schlecht ertragen w\u00fcrde, weil er nicht zulassen konnte und vor allem nicht wollte, dass ihn jemand so sah. Noch viel weniger die Leute, von denen er tats\u00e4chlich etwas hielt. Er, der sonst f\u00fcr alle nur Verachtung aufwenden konnte und sich dennoch jeden Abend neu in die Welt verliebte.<\/p>\n<p>Jeden von ihnen h\u00e4tte er daf\u00fcr gehasst zu erscheinen. Trotzdem fehlten ihm Maschas skeptische Blicke, die ihm sagen wollten er hatte das hier zu \u00fcberwinden. Schnell. Auch wenn er wusste er konnte nicht. Ihm fehlte Thomas&#8217; leeres Gerede \u00fcber &#8211; was auch immer dem Mann gerade einfiel. Ihm fehlte Jasons leeres L\u00e4cheln das schlicht nicht wichtig war. Weil es nicht dieses L\u00e4cheln war, was z\u00e4hlte. Sondern die Tatsache, dass er hier war. Nicht weggelaufen. Nicht da drau\u00dfen auf den Stra\u00dfen. V\u00f6llig unprofessionell einfach nur hier. Und ihm fehlte das wenig tr\u00f6stliche Schweigen des Mannes, dessen gr\u00f6\u00dfter Fehler seinen Namen trug.<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Greg&#8230;&#8221;<br \/>\n&#8220;Yes, Sir.&#8221;<br \/>\n&#8220;She must not come here&#8230; Under no circum-gnnnh!&#8221;<br \/>\n&#8220;Yes, Sir. I already told her not to enter the appartment.&#8221;<br \/>\n&#8220;And you will-&#8221;<br \/>\n&#8220;Yes, Sir.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irgendwie hatte er es \u00fcber die T\u00fcrschwelle geschafft, nur um direkt nachdem besagte T\u00fcr hinter ihm ins Schloss gefallen war wie der sprichw\u00f6rtliche nasse Sack zusammenzubrechen. Gregory hatte ihn so gefunden. Wobei &#8220;gefunden&#8221; wohl das falsche Wort war, immerhin wich ihm der Mann kaum von der Seite. 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