{"id":367,"date":"2008-04-24T09:23:33","date_gmt":"2008-04-24T07:23:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=367"},"modified":"2008-04-24T09:23:33","modified_gmt":"2008-04-24T07:23:33","slug":"das-wahre-phantom-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=367","title":{"rendered":"Das wahre Phantom II"},"content":{"rendered":"<p><span class=\"entry\">Gek\u00e4mpft hatte er wie ein L\u00f6we.<\/span><!--more--><\/p>\n<p>Wie ein L\u00f6we. Und unterlag. Das weiche, gr\u00fcne Gras fing seinen K\u00f6rper sanft auf. Nicht all zu weit konnte er seine Frau liegen sehen. Ohnm\u00e4chtig, wie er wu\u00dfte. Der leichte Schlag auf den Hinterkopf hatte wohl kaum gro\u00dfen Schaden hinterlassen, sie allerdings sehr wohl kampfunf\u00e4hig gemacht &#8211; und damit das Gleichgewicht deutlich zu Alejandros Ungunsten verschoben.<\/p>\n<p>Er erinnerte sich. Am Anfang war da die Neugier. Wenn er sie schon selbst nicht lieben konnte, wen w\u00fcrde sie lieben? W\u00fcrde sie es \u00fcberhaupt? Damals hatte er sich oft kurz davor ertappt diese Frage zu stellen. Und dann, irgendwann, war die Frage unwichtig geworden. Nicht, weil Ellena unwichtig geworden war &#8211; sondern weil das Vertrauen schlicht derart gro\u00df wurde, da\u00df ein Name, ein Gesicht unwichtig wurden. Es w\u00fcrde gut f\u00fcr sie sein, wenn es w\u00e4re. Sollte es n\u00f6tig werden, w\u00fcrde er davon wissen. Und bis dahin w\u00fcrde sie zweifelsfrei ihr Gl\u00fcck finden. Sie hatte stets ruhig geschlafen, wannimmer sie ein Zimmer teilten. Und sie hatte ihm stets Ruhe gegeben. Nie irgendetwas gefordert. Nichtmal das Bi\u00dfchen Freiheit, welches er ihr geben konnte und freiwillig gab.<\/p>\n<p>Sein linkes Bein schmerzte. Eine alte Wunde aus ungest\u00fcmeren Zeiten. Er sehnte sich das Feuer der Medica zur\u00fcck. Wie oft hatte sie ihn seither damit schon dem Tod entrissen? Wie wenig hatte er es ihr jedes einzelne Mal gedankt? Und jedes Mal hatte sie ihm so Augenblicke erkauft. Die Momente mit den anderen. Nein, er hatte ihr wahrlich nie wirklich ausreichend daf\u00fcr gedankt. Und w\u00e4hrend er so da lag, unf\u00e4hig die Beine zu bewegen, wurde ihm klar, da\u00df es ein &#8220;ausreichend&#8221; in solchen F\u00e4llen nie geben konnte. Vielleicht w\u00fcrde das Feuer ihr erz\u00e4hlen was sie \u00fcber ihn zu wissen hatte. Vielleicht hatte es das schon l\u00e4ngst getan.<\/p>\n<p>So viele Fragen hatte man ihm gestellt. Menschen wie Charls Askina hatten sie stets offen gestellt. Andere, Lysawyn vor allem, hatte stets gewu\u00dft sie hinter ihren Augen zu belassen. Aber das hatte nie das Bewu\u00dftsein genommen, da\u00df diese Fragen da waren. Er hatte ihr so viel beizubringen. Dabei hatte sie ihn so schnell \u00fcberfl\u00fcgelt. Hatte ihn eines besseren belehrt was es hei\u00dft wahrlich zu lieben. Er w\u00fcnschte sich ihre Fragen zur\u00fcck. W\u00fcnschte sich, er h\u00e4tte besser auf sie achten k\u00f6nnen. Ihretwillen. Und f\u00fcr Ardeyn. Aber sie war es auch gewesen die ihm seinerzeit sagte, die Lieben w\u00fcrden auf einen warten wenn der letzte Tag irgendwann einmal gekommen w\u00e4re. Sie war es, die mit einem L\u00e4cheln ging um einen Mann weinend zur\u00fcckzulassen, denn Alejandro selbst noch nie hatte weinen sehen.<\/p>\n<p>&#8220;Ihr seid alt geworden, Salas.&#8221;, hatte ihm Sanguisa noch mit auf dem Weg gegeben als sie wenige Tage zuvor die Stadt verlassen hatten. Er hatte nur m\u00fcde gel\u00e4chelt und geantwortet, da\u00df das von einer Frau ihres Alters wohl kaum ein Kompliment w\u00e4re. Dabei hatte sie sich seitdem er sie kannte \u00e4u\u00dferlich nicht im geringsten ver\u00e4ndert. Ihr Inneres jedoch schien stets im Wandel. Es gab nur sehr wenige Momente, in denen er sie wirklich begriff. Sie hatte nur genickt. &#8220;Wartet auf mich.&#8221; Die Antwort an sich h\u00e4tte ihm Warnung sein sollen. Aber als sie los ritten hatte er es noch nicht begriffen. Gar nichts hatte er begriffen. Auch nicht in diesem Alter. Viel zu jung noch. Immernoch.<\/p>\n<p>&#8220;Alejandro&#8230;&#8221;, drang nun eine warme Frauenstimme an sein Ohr. Ja. Sie warteten. Und es war gut sie zu h\u00f6ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gek\u00e4mpft hatte er wie ein L\u00f6we.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-367","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alejandro-salas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=367"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/367\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}