{"id":377,"date":"2008-04-30T13:39:01","date_gmt":"2008-04-30T11:39:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=377"},"modified":"2008-04-30T13:39:01","modified_gmt":"2008-04-30T11:39:01","slug":"das-wahre-phantom-iv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=377","title":{"rendered":"Das wahre Phantom IV"},"content":{"rendered":"<p>Er hatte gek\u00e4mpft wie ein L\u00f6we.<!--more--><\/p>\n<p>Gek\u00e4mpft &#8211; und er hatte verloren. Hatte er doch, oder? W\u00e4hrend seine Frau im Gras neben ihm lag, dachte er an all die Namen zur\u00fcck. An jeden einzelnen von ihnen.<\/p>\n<p>Da war Wor, der Zwerg. Man hatte ihm berichtet, aber er selbst hatte ihn kaum jemals zu Gesicht bekommen. Dennoch war das nicht wichtig. Er h\u00e4tte von Dronin sicherlich eine Warnung bekommen, w\u00e4re etwas zu bef\u00fcrchten gewesen. Die kam nie. Und so gab es f\u00fcr ihn auch nie einen Grund f\u00fcr echtes Mi\u00dftrauen. Man konnte sich auf ihn verlassen. Mehr gab es nicht zu wissen.<\/p>\n<p>Kashin und seine Frau Iverin sowie Djaiir waren ihm gegen\u00fcber zumeist zur\u00fcckhaltend gewesen. Er konnte sich nicht an viele Probleme erinnern. Aber er wu\u00dfte, da\u00df sie immer irgendwo im Hintergrund gewesen waren. Alle drei. Auch an ihnen gab es nie Grund zu zweifeln.<\/p>\n<p>Der Knoten um Sanguisa, Charls und Rodgar. Irgendwie hatte er sich in Alejandros Augen nie ganz gel\u00f6st. Aber dennoch hatten alle drei alles ihnen m\u00f6gliche getan um das Haus zu sch\u00fctzen. Dabei hatte er es, h\u00e4tte er sie von vorn herein beurteilt, von ihnen am wenigsten erwartet. Um so gr\u00f6\u00dfer wohl das Geschenk, welches sie ihm somit gemacht hatten.<\/p>\n<p>Was Roawen und Reowin anging, es hatte ihn selbst stets verwundert, da\u00df er bei der Namens\u00e4hnlichkeit es tats\u00e4chlich nie verpatzt hatte und versehentlich einen beim anderen Namen gerufen hatte. Was bei diesen beiden wohl fatale Folgen gehabt h\u00e4tte. Wahrscheinlich h\u00e4tte es der unstete Roawin \u00fcbel genommen &#8211; und die daf\u00fcr sehr bodenst\u00e4ndig wirkende &#8211; weiter hatte er nie blicken k\u00f6nnen &#8211; Roawen&#8230; Die&#8230; Tja. Wahrscheinlich h\u00e4tte sie einfach gel\u00e4chelt und sich gedacht er habe zu viel getrunken.<\/p>\n<p>Milita und Bluebell hatte Alejandro ebenfalls weniger oft zu Gesicht bekommen als ihm lieb war. Wann immer er sie sah vermochten sie es jedoch seine Laune zu heben. Ihm eine Idee von Unbeschwertheit zu vermitteln. Etwas, wof\u00fcr er sie Zeitlebens beneidet hatte. Und das er in ihrer Abwesenheit stets vermi\u00dfte.<\/p>\n<p>In Sachen Lysawyn waren die Sachen anf\u00e4nglich komplizierter gelegen. Es war nicht leicht herauszufinden womit sie im Haushalt am gl\u00fccklichsten werden konnte. Aber es half, da\u00df sie bald jemanden hatte mit dem sie es war. Sie schien gl\u00fccklich, vor allem in den letzten Jahren.<\/p>\n<p>Ein unterztrennliches Paar waren Lires und Heruwen gewesen. Alejandro erinnerte sich deutlich, wie er Letztere das erste Mal getroffen hatte. Und sp\u00e4ter an all die langen Diskussionen um gute und schlechte Poesie. Den teils gelangweilten, teils interessierten Gesichtsausdruck von Lires, w\u00e4hrend sie daneben stand und krampfhaft versuchte nicht zu lachen, wenn sich die anderen beiden immer wieder auf den Arm nahmen.<\/p>\n<p>Hauptmann Aldorn hatte Ordnung in die Wachen gebracht. Bergon Strago war unter seiner F\u00fchrung gewachsen und zu einem hervorragenden Soldaten geworden. Und in Lynne hatte er eine ebenso hervorragende Adjutantin. Zusammen mit Aregan bildeten sie immer einen guten Grundstock f\u00fcr die Wache, welcher dann und wann durch Truppen von Au\u00dfen verst\u00e4rkt wurde. Alejandro h\u00e4tte manchmal viel daf\u00fcr gegeben nach einer langen Schicht mit ihnen sitzen zu k\u00f6nnen und ihnen beim Lachen zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Kampfgef\u00e4hrten fand man, nach damals etwas langwierigen Besprechungen, in einer Gemeinschaft, die sich Sonnenwind nannte. Ehrenwerte M\u00e4nner und Frauen an denen Manieren nicht v\u00f6llig vorbei gingen. Was auf zwei Weisen tr\u00f6stlich war: Einerseits, weil man verl\u00e4\u00dfliche Gef\u00e4hrten in ihnen hatte. Und andererseits weil sie H\u00f6flichkeit und wohlgew\u00e4hlte Worte zu sch\u00e4tzen wu\u00dften. F\u00fcr den letzten der beiden Umst\u00e4nde sch\u00e4tze er sie um so mehr.<\/p>\n<p>Die bevorzugte Verst\u00e4rkung waren nat\u00fcrlich haupts\u00e4chlich Merouns Klingen unter Damares&#8217; F\u00fchrung. Zwar war Alejandros &#8220;Tod&#8221; nie ganz vergessen, aber er glaubte behaupten zu k\u00f6nnen, da\u00df die Klingen und sein Haus mehr verband als eine reine Nutzverbindung. Er hatte es in wenigen seltenen Momenten gesp\u00fcrt. Als Drakon zu ihm kam um sich f\u00fcr die Hilfe bei der Suche nach Damares zu bedanken. Wie er es tat. Als er seinerseits Damares suchte, kurz nach dem Tod Morferths. Sogar Morferth selbst. Und Tolon der verhinderte Henker war immer ein guter Gespr\u00e4chspartner gewesen, auch wenn man es bei ihm wohl nicht erwartete.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen die M\u00e4nner aus Thal. Elmion als pers\u00f6nliche Wache seiner Frau &#8211; und deren Waffentrainer, sehr zu Ardeyns \u00c4rger. Und Ardeyn selbst wiederum als Alejandros Leibwache. Er wu\u00dfte nicht, ob die anf\u00e4ngliche Aversion, welche er glaubte versp\u00fcrt zu haben, je verflogen war. Oder vielleicht war es auch nur die g\u00e4nge Art in Thal miteinander umzugehen. Dennoch, Elmion und Ardeyn waren die besten M\u00e4nner f\u00fcr ihre Aufgaben. In ihrer N\u00e4he gab es nie Grund um den Hals des anderen zu f\u00fcrchten. Au\u00dfer nat\u00fcrlich Ardeyn z\u00fcckte selbst den Bogen.<\/p>\n<p>Ardeyn hatte sich stets um den guten Zustand der Waffen gek\u00fcmmert. Und Dronin um den der R\u00fcstungen. Er war ein begnadeter R\u00fcstschmied. Das &#8211; und ein begnadeter Zuh\u00f6rer, sofern er die Zeit fand. Alejandro hatte ihm seinerzeit Unterst\u00fctzung zugesichert. Ob es ausgereicht hatte&#8230; Er hoffte es, ja. Er hoffte der Zwerg hatte etwas gefunden, was ihm helfen konnte mit all den Problemen, die er zu haben glaubte. Und hatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr Zerstreuung hatte eine junge Bardin gesorgt, welche ihm unter dem Namen Navae vorgestellt wurde. Dann und wann hatte er aus dem Augenwinkel einen anderen jungen Mann gesehen. Was die beiden verband wu\u00dfte er nicht. Aber er ahnte. Er selbst h\u00e4tte nur wenig anders gehandelt.<\/p>\n<p>Ellena&#8230; Seine Frau hatte in ihrer Zofe Mynerya eine ergebene Dienerin und so manches Mal eine Vertraute gefunden. Der F\u00fcrst seinerseits in seiner Frau. Er h\u00e4tte sich keine bessere Beraterin w\u00fcnschen k\u00f6nnen. Keine bessere Freundin. Niemanden, dem er mehr traute als ihr. Sie, die sie verstand wie er dachte. So manches mal glaubte er, sie w\u00e4re die einzige mit dieser Gabe.<\/p>\n<p><span class=\"section-viewtopic ltr\"><span style=\"font-weight: bold\"><\/span><span style=\"font-weight: bold\"><\/span><span style=\"font-weight: bold\"><\/span><span style=\"font-weight: bold\"><\/span><span style=\"font-weight: bold\"><\/span><span style=\"font-weight: bold\"><\/span>Man hatte ihm einst gesagt es w\u00e4re wichtig f\u00fcr ihn, Freunde zu haben. Menschen, die ihm zuh\u00f6ren w\u00fcrden. Iyrawen, die Medica, war eine davon gewesen. Ihre Meinungen waren spontan und zumeist gerade heraus. \u00c4hnlich verhielt es sich mit Calida, nur verband diese noch ein engeres Band zu ihm. Er hatte sie oft im Scherz Tochter gerufen und sie ihn V\u00e4terchen. Und wie lieb w\u00e4re es ihm gewesen, w\u00e4re es so. Mit niemandem jedoch verband ihn mehr als mit seinem alten K\u00e4mmerer Alrich Dorn. Niemand wu\u00dfte mehr \u00fcber ihn. Sie beide hatten einander in ihren st\u00e4rksten &#8211; und vor allem in ihren schw\u00e4chten Momenten erlebt. Er kannte alle seine Geheimnisse. Und nun sollte er ihn also \u00fcberleben&#8230;<\/span><\/p>\n<p>Hatte er also wirklich verloren? Er w\u00fcrde die Antwort kennen. In dieser und jeder anderen Welt. Sie erf\u00fcllte ihn mit Stolz. Und mit einem seltsamen Gef\u00fchl der Geborgenheit, egal wer von ihnen nun an seiner Seite gewesen war. Sie alle hatten sein Leben ver\u00e4ndert. Er vielleicht auch das ihre. Und nur durch sie alle konnte er in dem Bewu\u00dftsein gehen, etwas gut, etwas richtig gemacht zu haben. Egal wie gering der Anteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er hatte gek\u00e4mpft wie ein L\u00f6we.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[],"class_list":["post-377","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-alejandro-salas"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=377"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}