{"id":3914,"date":"2023-06-18T18:40:31","date_gmt":"2023-06-18T18:40:31","guid":{"rendered":"http:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=3914"},"modified":"2023-08-21T18:53:48","modified_gmt":"2023-08-21T18:53:48","slug":"aus-dem-dunkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=3914","title":{"rendered":"Aus dem Dunkel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>&#8220;Das Dunkel ist ein Heimweh nach Licht.&#8221;<\/em> &#8211; Carl Ludwig Schleich<\/strong><\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Es war zugegeben nicht seine beste Idee, seine Heimat mit viel Geld aber ohne eine Garde zu verlassen. Geld konnte man stehlen. Wachen? Eher schlecht. In der Regel waren sie entweder gut bezahlt oder aus irgendwelchen schleierhaften Gr\u00fcnden loyal genug, um nicht der ersten Geldkatze vor ihrer Nase nachzuhechten.<\/p>\n\n\n\n<p>Anders verhielt es sich allerdings mit Wegelagerern. Die nahmen sich gern Alleinreisender mit dicken Geldb\u00f6rsen an. Nicht schwer zu erraten. Das hatte er vorher gewusst. Nur abwenden, das hatte er es nicht k\u00f6nnen. Es fiel schwer sich derart sch\u00e4big zu kleiden, dass man nicht auffiel. Au\u00dferdem hatten M\u00e4nner und Frauen, die nichts zu verlieren hatten, eine bemerkenswert gute Nase f\u00fcr andere Menschen, die etwas zu verbergen hatten. Vor allem, wenn es sich bei diesem Etwas um M\u00fcnzen handelte.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Ein kleiner Hinweis unter Freunden.&#8221; Die Stimme des Anf\u00fchrers troff vor Hohn. &#8220;Erstens: Wer ein Schwert hat, der hat auch etwas, das es zu sch\u00fctzen lohnt. Au\u00dfer seiner mickrigen Haut, Fremder.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Graf Alestan von Nebelhav &#8211; da ihr schon fragt.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bandit lachte arrogant. &#8220;Oh, na dann. F\u00fcr einen Grafen verraten ich euch nat\u00fcrlich auch Zweitens: Ein Schwert muss man sich leisten k\u00f6nnen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Ja, daran hatte er sehr wohl gedacht. Aber ohne f\u00fchlte er sich nicht sicher, auch wenn er nicht im Traum daran gedacht h\u00e4tte, es gegen einen Fremden zu heben. Aber es hatte keinen Sinn sich jetzt in die M\u00f6glichkeiten einer Klingenwaffe zu verrennen, jetzt, da er sie nicht mehr hielt. Ihm musste etwas anderes einfallen. Und das besser sehr, sehr z\u00fcgig.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinter ihm pr\u00fcfte einer der vier anderen M\u00e4nner, ob seine Fesseln noch sa\u00dfen und er auch wirklich nicht heraus kam. Der Mann schnaufte zufrieden, was sich in die Reihe der schlechten Nachrichten des Tages leider all zu gut hinein wob. Zwei andere sa\u00dfen an einem Feuer und bereiteten das Essen vor. Nur die einzige Frau unter ihnen sah die ganze Zeit zu ihm. Als w\u00e4re sie sich noch unschl\u00fcssig \u00fcber irgendetwas, auf das weder sie noch er seinen Finger so recht legen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Blick des Ersten jedoch lie\u00df Alestan seine Aufmerksamkeit wieder zu ihm ziehen, wobei sein Blick jedoch kurz noch einmal am Feuer vorbei schweifte. F\u00fcnf Schalen. F\u00fcnf L\u00f6ffel. F\u00fcnf Becher. &#8220;Ihr habt nicht vor, ein L\u00f6segeld zu fordern, nicht wahr?&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Kluger Mann.&#8221; Das erste Mal klang soetwas wie Anerkennung in der Stimme des Strauchdiebs mit. Scheinbar sch\u00e4tzte er es, wenn man nicht gleich in blanke, flehende Panik verfiel. Elender Bastard. &#8220;Wir w\u00fcssten auch gar nicht, von wem wir das fordern sollten. Und was euch selbst angeht&#8230; Was ihr bei euch tragt, haben wir. Was au\u00dfer unn\u00f6tiger Schwierigkeiten solltet ihr uns also noch geben k\u00f6nnen?&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Etwas, das ihr vorher noch nie hattet.&#8221;, h\u00f6rte er sich pl\u00f6tzlich mit unerwarteter Selbstsicherheit sagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fremde zog eine Braue hoch. &#8220;Ach.&#8221; Einen Augenblick sp\u00e4ter lachte er lauthals. &#8220;Und was soll das sein, einsamer Graf?, hm?&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Eine Chance.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Stille legte sich \u00fcber das Lager. F\u00fcr eine Weile schwiegen sich alle sechs an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Das Dunkel ist ein Heimweh nach Licht.&#8221; &#8211; Carl Ludwig Schleich<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[387],"tags":[],"class_list":["post-3914","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-graf-alestan-von-nebelhav-larp"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3914"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3914\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3951,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3914\/revisions\/3951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}