{"id":732,"date":"2008-06-27T17:51:25","date_gmt":"2008-06-27T15:51:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=732"},"modified":"2008-06-27T17:51:25","modified_gmt":"2008-06-27T15:51:25","slug":"ready-for-the-storm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=732","title":{"rendered":"Ready for the Storm"},"content":{"rendered":"<p>Es gibt zahllos viele Dinge auf der Welt, die einem nicht auffallen, bis man irgendwann bewu\u00dft darauf achtet. Es will mir scheinen meine Sinne seien sch\u00e4rfer geworden f\u00fcr das, was z\u00e4hlt. Oder das, was sie sehen, sp\u00fcren, h\u00f6ren, schmecken wollen.<!--more--><\/p>\n<p>Doch zuerst das Unvermeidliche.<\/p>\n<p>Die Liste der Dinge, die ich zu tun habe, der Menschen, die ich zu treffen habe, w\u00e4chst mit jedem Tag. Manchmal frage ich mich, wie all das in ein Menschenleben passen soll. Andererseits ist es wohl eine gute Sache. Ich beklage mich nicht. Ich sch\u00e4tze es. Tue es gern. Dennoch glaube ich manchmal zu ersticken. Mir fehlt die Luft.<\/p>\n<p>Lynne und ich ritten los Immertreu zu suchen, nachdem uns Najisa auf deren Abwesenheit hinwies. Ich bin mir nicht sicher, ob sie endlich gelernt hat, da\u00df sie willkommen ist. Mit all ihren Schw\u00e4chen. Genau, wie jeder andere. Es wird keine Gegenleitung erwartet. Einzig zu sehen, da\u00df jemand w\u00e4chst, gen\u00fcgt. Zumindest mir.<\/p>\n<p>Auch Lysawyn kehrte zur\u00fcck. Aber&#8230; Es hat sich nicht viel ge\u00e4ndert, aus meiner Sicht. Zwar sind da keine Tr\u00e4nen mehr, keine Verzweiflung. Jedoch wird jeder Satz durch sie selbst bestimmt. Keine Frage nach den anderen. Keine Sorge um sie. Es dreht sich stet alles darum, was sie durchlitt, wie es ihr geht. Vermutlich ist auch das nur auf ihr Alter zur\u00fcckzuf\u00fchren. Und dennoch. Es f\u00e4llt abermals schwer die Augen davor zu verschlie\u00dfen. Dar\u00fcber hinaus bin ich nicht sicher, ob ich das sollte.<\/p>\n<p>Positiver ist zu vermerken, da\u00df der gesamte Haushalt f\u00fcr heute auf ein Fest geladen wird. Der alte Periweis ruft zu sich. Wer von den anderen folgen wird, vermag ich nicht zu sagen. Ich f\u00fcr meinen Teil werde jedenfalls gern erscheinen. Der Zwerg hat hoffentlich nicht vergessen, da\u00df nicht alle so trinkfreudig sind, wie er es ist.<\/p>\n<p>Schon einige Tage nun sehe ich Ardeyn nun kaum mehr zgegen als zu seiner Wache. Und wenn, so spricht er nicht viel. Kaum ein pers\u00f6nliches Wort. Vielleicht einfach nur eine Phase. Oder irgendetwas h\u00e4ngt ihm nach.<\/p>\n<p>Bleiben die zwei Br\u00fcder. Wenn sie etwas verbindet, dann ihr Hang dazu ihre Verachtung, ihren Zynismus zu leichtfertig durchscheinen zu lassen. Zumindest mir gegen\u00fcber. Mit Sethur hatten Alrich und ich ein langes Gespr\u00e4ch. Ob es gefruchtet hat m\u00f6gen weisere M\u00e4nner entscheiden. Ich vermag es nicht. Nimrothir hingegen&#8230; Damares trat vor mich, um mir zu sagen ich m\u00fcsse meine M\u00e4nner in die Schranken weisen. Und das tat ich. So werde ich nun also \u00e4hnlich vor sie treten m\u00fcssen. Es schmeckt bitter wie Galle. Sie wird es nicht gern h\u00f6ren. Und ich kenne die Klingen l\u00e4ngst nicht mehr so gut, als da\u00df ich einsch\u00e4tzen k\u00f6nnte wie alle untereinander zueinander stehen. Jedenfalls scheint das Verh\u00e4ltnis der Br\u00fcder \u00e4hnlich warm zu sein, wie es sich zwischen Atherton und mir verh\u00e4lt. Nur wei\u00df ich nicht, ob das bei ihnen je anders war &#8211; oder ob es erkaltete, wie bei uns. Ich sollte endlich mit dem Jungen reden. Wahrlich schiebe ich das nun schon zu lange vor mir her. Nichteinmal nach ihm hat sich Lysawyn erkundigt&#8230;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich diese Zeilen schreibe blicke ich immer wieder auf. Ich h\u00f6re, wie sich der Wind drau\u00dfen in den Bl\u00e4ttern f\u00e4ngt. H\u00f6re sie rascheln und rauschen. Schreibe weiter. H\u00f6re dann das Wasser vor dem Fenster ans Ufer schlagen, ebenso getrieben vom Wind wie die Bl\u00e4tter. Wenn ich die Augen schlie\u00dfe, so schleicht sich der Gedanke an den Hauch ihrer Hand zur\u00fcck in meine Gedanken. Es f\u00e4llt mir schwer mich zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Viento, glaubt mir, ich versuchte Wort zu halten, so gut ich es vermochte.<\/p>\n<p>Kurz wird die B\u00f6e st\u00e4rker, r\u00fcttelt an der T\u00fcr. Einen Moment hoffe ich, sie m\u00f6ge sich \u00f6ffnen. Sie tritt ein. Aber ich verbleibe alleine, schreibe ungest\u00f6rt weiter. Traurige Ungest\u00f6rtheit. Ich kann ohne eure Ger\u00e4usche nicht leben. Auch die, die ihr nicht macht, so ihr still neben mir steht, mal hinter mir. Wenn alles, was mich \u00fcber eure Anwesenheit versichert euer Atem ist, dem niemandem sonst auffallen mag au\u00dfer mir selbst. So pr\u00e4sent&#8230;<\/p>\n<p>Eine seltsame Unruhe flie\u00dft durch meine Adern. Wo sind sie, die Drachent\u00f6ter und Helden der alten Welt? Keiner wagt den Angriff. Ich warte. K\u00f6nnten sie nur so brennen.<\/p>\n<p>Ihr batet mich euch zu verbrennen. Und ich brenne mit euch. Auf Knien erflehe ich, Viento, tragt meine Schwingen &#8211; und ich will euch w\u00e4rmen, da\u00df es euch die Sinne raubt. Ihr hattet mein Wort darauf und habt es noch. Ihr m\u00fc\u00dft es lediglich ergreifen. La\u00dft mich nicht warten. La\u00dft euch nicht warten.<\/p>\n<p>Denn ich f\u00fcrchte, auch Drachen k\u00f6nnen verbrennen. Vielleicht kann sogar das Feuer selbst zu hei\u00df werden um sich selbst ertragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es gibt zahllos viele Dinge auf der Welt, die einem nicht auffallen, bis man irgendwann bewu\u00dft darauf achtet. Es will mir scheinen meine Sinne seien sch\u00e4rfer geworden f\u00fcr das, was z\u00e4hlt. 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