{"id":802,"date":"2008-07-11T18:31:30","date_gmt":"2008-07-11T16:31:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=802"},"modified":"2008-07-11T18:31:30","modified_gmt":"2008-07-11T16:31:30","slug":"no-good-deed-goes-unpunished-revised","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=802","title":{"rendered":"No good Deed goes unpunished &#8211; revised"},"content":{"rendered":"<p>Die Sonne hatte ihren Zenit seit einigen Stunden \u00fcberschritten. Auf seinem Weg zum Haus der Gemeinschaft ritt Alejandro Salas, F\u00fcrst zu Minas Faer, mit ruhigem Schritt voran. Nur ankommen, das sollte sich als schwierig erweisen.<!--more--><\/p>\n<p>Tornado hatte kaum einen Huf in die Siedlung gesetzt, da st\u00fcrmte auch schon ein junger Mann auf ihn zu. Er hatte kaum hinsehen m\u00fcssen um ihn zu erkennen. Atherton. Sein Halbbruder. Der Bastard seines Vaters. Bla\u00df kam er auf ihn zugerannt und es fiel sogar ihm schwer den Blick des j\u00fcngeren Mannes zu deuten. Zorn? Wut? Angst? Nein, nein. Nichtmal die Mischung konnte er ausmachen.<\/p>\n<p>&#8220;Du hast ihn umgebracht! <strong>Du<\/strong> hast ihn umgebracht! Das war keine verdammte Krankheit, keine pl\u00f6tzliche Verwundung! Du warst es, sonst nichts, sonst niemand!&#8221; Die Anklage kam laut, gerufen, voller Wut, voller Verzweiflung. Ellena hatte Alejandro gewarnt. Aber nichts hatte ihn hierauf vorbereiten k\u00f6nnen. Wortlos stieg er ab, stets darum bem\u00fcht, da\u00df die bereite Krempe seines Hutes die Augen verdeckte.<\/p>\n<p>Es war auch Ellena gewesen, die Atherton diese Wahrheit erz\u00e4hlte. Aber ihr allein h\u00e4tte Atherton nicht glauben k\u00f6nnen. Liebe Hin oder her. Sie wu\u00dfte, wie man das Spiel seines Bruders spielte. Sie h\u00e4tte er vielleicht belogen. Warum auch nicht? Aber Lynne nicht. Die h\u00e4tte er nie belogen, das wu\u00dfte er. Und auch die Klaue hatte nicht widersprochen als er, Atherton, vorhin diese Anklage gegen seinen Bruder erhob. Ja, gedroht hatte er und gebrummt &#8211; aber nicht wegen dieser Sache. Es stimmte also. V\u00f6llig unschl\u00fcssig sah er seinen \u00e4lteren Bruder an als er endlich still vor ihm stand.<\/p>\n<p>&#8220;Ja. Ja, das habe ich.&#8221; Er hatte viel Zeit damit zugebracht in all den Monaten sich eine Antwort zu \u00fcberlegen, die er seinem kleinen Bruder geben k\u00f6nnte. Aber in all der Zeit war ihm keine passende Rechtfertigung gekommen ausgerechnet ihm den Vater zu nehmen, egal wie falsch das Bild von ihm war, egal wie verblendet er war. Nichts hatte ihm das Recht dazu gegeben. Und dennoch hatte er es getan. Und dennoch f\u00fchlte er sich nicht schuldig. Au\u00dfer&#8230; &#8220;Und es tut mir leid, Bruder. Leid, da\u00df ich es erst jetzt tun konnte.. Nicht fr\u00fcher, als du mich gebraucht h\u00e4ttest.&#8221;<\/p>\n<p>Am Ende war das doch, was stets all die Jahre zwischen ihnen stand. Das falsche Bild eines Vaters &#8211; und der Bruder, welcher es nicht vermochte zu helfen. Nicht, weil er den Willen nicht hatte. Sondern weil er nicht bereit war die Mittel zu nutzen. Zu grausam, zu kalt. Aber auch zu n\u00f6tig. Und wer h\u00e4tte den Kleinen sch\u00fctzen sollen, wenn nicht sein gro\u00dfer Bruder, damals, als er nun allein auf der Welt war?<\/p>\n<p>Ohne ein weiteres Wort nahm er seinen Hut vom Kopf, senkte beide und kniete vor dem Feigen, dem Unw\u00fcrdigen, dem Verliebten, dem Naiven und dem Klarsichtigen nieder. Die Worte mu\u00dfte er nicht sagen. Sie lagen in der Geste: Vergib mir, Bruder.<\/p>\n<p>Atherton starrte ihn stundenlang einfach nur an. Beide verweilten.<\/p>\n<p>Als die Br\u00fcder sich am Ende trennten hatten sie, wenn auch nur f\u00fcr kurz, ihre Schatten getauscht. Es hatte keiner weiteren Worte bedurft. Man war sich einig. Ihrer beider Welten w\u00fcrden sich nun \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Und Ruhe kehrte ein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Sonne hatte ihren Zenit seit einigen Stunden \u00fcberschritten. Auf seinem Weg zum Haus der Gemeinschaft ritt Alejandro Salas, F\u00fcrst zu Minas Faer, mit ruhigem Schritt voran. 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