{"id":982,"date":"2008-09-11T10:59:31","date_gmt":"2008-09-11T08:59:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.minasfaer.de\/forum\/blog.php\/?p=982"},"modified":"2008-09-11T10:59:31","modified_gmt":"2008-09-11T08:59:31","slug":"worlds-away","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fatebook.eternalevil.com\/?p=982","title":{"rendered":"Worlds Away"},"content":{"rendered":"<p>Es kam v\u00f6llig anders als ich es erwartet habe. Es war n\u00f6tig die Geschichte zu enth\u00fcllen. Ich h\u00e4tte nicht erwarten k\u00f6nnen, da\u00df sie einem Mann in den Krieg folgen, den sie nicht wirklich kennen. Es war ihre Entscheidung. Und jeder entschied sich. So schreibe ich nun von jenen, die zugegen waren.<!--more--><\/p>\n<p>Eine der G\u00e4ste, welche wohl am unvermutetsten f\u00fcr die ganze Sippe waren, war Seijira. Sie war zugegen, lauschte den Worten als Gast. Eigentlich war es mehr ein Test. Ich wollte ihre Reaktion sehen. Leider konnte ich sie in der Menge nicht wirklich gut erkennen. Aber es wird andere Gelegenheiten geben, da bin ich mir sicher. Und zumindest blieben \u00fcberraschte Aufschreie und dergleichen g\u00e4nzlich aus.<\/p>\n<p>Was Ellena angeht, sie hatte eine undankbare Aufgabe an diesem Abend. Einerseits mich zu beruhigen, andererseits wurde sp\u00e4ter noch ein Gespr\u00e4ch mit Diplomatin Vardielle n\u00f6tig. Ellena hat viel R\u00fcckgrat bewiesen. Ich frage mich, ob der Rest das erkannte. Sie ist ein guter Seneschall. Und blaubl\u00fctiger, als ich es je sein werde, gekaufter Titel hin oder her. Ihr liegt es wirklich im Blut. Mein Bruder ist zu beneiden um eine Frau wie sie. Fast zur G\u00e4nze, sieht man von meinem Wind ab.<\/p>\n<p>Zu meiner \u00dcberraschung hatte es auch Dronin Eichenfaust zum Treffen geschafft. Ich hatte ihn schon fast verschollen geglaubt. Aber er zeigte ein weiteres Mal die ungebrochene Loyalit\u00e4t seines Volkes und bereitet ihm gro\u00dfe Ehre. Gut, sieht man von der kleinen Handgreiflichkeit der Diplomatin gegen\u00fcber ab. Ich hatte inzwischen Gelegenheit ihn von Lynnes Zustand in Kenntnis zu setzen. Als alter Freund von ihr macht er sich sicherlich gro\u00dfe Sorgen um ihr Wohlergehen. Zugegeben war es etwas umst\u00e4ndlich ihm begreiflich zu machen, was Sache ist. Am Ende schien er aber auf seltsame Weise sehr erfreut dar\u00fcber. Ich sollte mit Lynne sprechen. Vielleicht w\u00fcnscht sie ihn zum Paten.<\/p>\n<p>Rodgar war zugegen. Ohne Sanguisa. Weder sie, noch Charls habe ich gesehen. Jedenfalls schien Rodgar nicht im Geringsten \u00fcberrascht von der Offenbarung des Abends. Er kam sp\u00e4ter noch zum Einsatz. Wie ich h\u00f6re hat die Diplomatin dank seiner M\u00fchen nicht \u00fcberlebt. Dieses eine Mal bedaure ich es nicht im Geringsten. Der Mann ist eine gef\u00e4hrliche Waffe &#8211; und wird es immer bleiben. Wie ich glaube jedoch ebenfalls eine loyale.<\/p>\n<p>Es hat mich auch fast \u00fcberrascht, da\u00df Leiard und seine Tochter\u00a0 Chaleuwyn kaum reagierten. Oder zumindest keine Vorw\u00fcrfe machten. Sie beide schienen es mit stoischer Ruhe hinzunehmen, suchten sogar mich zu verteidigen, nachdem Kashin ein wenig &#8211; handfester vorging. Es \u00fcberrascht mich. Die beiden sehe ich kaum. Es ist mir demzufolge ein R\u00e4tsel, wie ich ihre Loyalit\u00e4t so schnell gewinnen konnte. Oder sie achten einfach nur den Eid sehr. In jedem Fall bin ich ihnen beiden dankbar daf\u00fcr. Auch, wenn sie es wohl nie wirklich wissen werden.<\/p>\n<p>Handfester in der Tat. Meine Worte waren kaum gesprochen war Kashin der Erste, der vor trat. Der Erste, der reagierte. Und ich kann sagen: Sein Kinnhaken h\u00e4tte jeden Esel neidisch gemacht. Es ist fast dankenswert, da\u00df ich wegen Atri\u00e9 nicht mehr lange etwas davon sp\u00fcrte. Dennoch erneuerte er danach sein Wort. Auch er folgt weiterhin. Das war der Kinnhaken vermutlich wert. Bleibt zu danken, da\u00df seine Frau Iverin zwar seinem Beispiel folgte, dies aber tat ohne ebenfalls Kinnhaken zu verteilen. Auch sie beugte abermals das Knie. Auch sie bleibt treu. Sehr erleichternd. Zumindest diese Ehe hat damit eine faire Chance erhalten zu bleiben.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich wie Dronin es tat machte auch Njordorin seinem Volk alle Ehre. Zumindest von dem, was ich mitbekam. Ich glaube auf dem eigentlichen Treffen habe ich ihn gar nicht gesehen. Aber ich erinnere mich an seine Stimme, als ich sp\u00e4ter im Arbeitszimmer lag. Der Hauptmann hat ihn inzwischen als meine Leibwache eingeteilt, im Ersatz f\u00fcr Lynne. Er wird seine Arbeit gut machen, daran hege ich nicht den geringsten Zweifel. Eine treue Seele, der Mann. Und weiser, als man es einem Zwergen zutrauen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Besagter Hauptmann, Elmion Cardaan, lie\u00df keinen Zweifel daran, da\u00df er nicht im Geringsten vor habe etwas an seinem Status zu \u00e4ndern. Auch er bleibt unersch\u00fcttert treu. Sein Verhalten hat sich nicht im Geringsten ge\u00e4ndert. Er war es auch, welcher mir diese elende Augenklappe gab und half auch tats\u00e4chlich sie zu befestigen. Das Licht von rechts st\u00f6rt, wenn man es nicht mehr als Bild wahrnehmen kann. Au\u00dferdem&#8230; Nein, dazu sp\u00e4ter. Cardaan. Wie die meisten sagt auch er, da\u00df er zu keinem Zeitpunkt einem Titel gefolgt ist, sondern stets einem Mann. Es ist schmeichelnd das zu h\u00f6ren, dennoch bringt es mich zum Nachdenken. Haben sie nicht geh\u00f6rt, da\u00df ich sagte, ich log aus keinem geringeren Grund als Machtgier, damals? Man hat mir mehrmals den Vorwurf gemacht ich w\u00fcrde meine Leute ver\u00e4ndern. Vielleicht stimmt das. Wenn ja, so hoffe ich doch zum Besseren. Eine Sache ist allerdings unumst\u00f6\u00dflich: Sie haben mich ver\u00e4ndert. Und ich wei\u00df, es ist zum besseren. Der Sohn meines Vaters w\u00fcrde sich keine Gedanken um sie machen. Um niemanden. Mein Vater h\u00e4tte den Weg hierher nicht gemocht, w\u00e4re aber bizarr stolz darauf, da\u00df ein Haushalt hinter mir steht. Dennoch. Alejandro Salas sorgt sich um die seinen. Daf\u00fcr w\u00fcrde er mich hassen. Ob Cardaan einen \u00e4hnlichen Vater hatte?<\/p>\n<p>Sogar der Hobbit Famras, seines Zeichens ja nach wie vor Leibwache der F\u00fcrstin Tarona, h\u00e4lt die Treue. Er bat zwar inzwischen aus der Wache versetzt zu werden und Kartographin Iverin bei ihrer Arbeit helfen zu d\u00fcrfen, jedoch \u00e4ndert das nichts daran, da\u00df auch dieser Halbling nicht den Hauch von Zweifel aufkommen l\u00e4\u00dft, da\u00df er nach wie vor zu uns steht. Und wieder bin ich seltsam dankbar und frage mich, wieso eigentlich. Wieso kann er das? Woran glaubt er? Und warum in aller Welt kenne ich sie alle so wenig, da\u00df ich das immernoch nicht verstehe und begreife? Lynne hatte es so kommen sehen. So auch Ellena. Auf eine zynischere Art und Weise h\u00e4tte es wohl sogar Sethur. Wie kommt es also, da\u00df es alle sehen, nur ich nicht?<\/p>\n<p>Und diese verteufelte Diplomatin dachte tats\u00e4chlich, sie k\u00f6nne alles au\u00dfeinander rei\u00dfen. Als ich gesprochen hatte, applaudierte sie. Allen war klar, da\u00df es reiner Hohn war, der sie dazu trieb. Sie sprach davon mich meiner Pflichten zu entheben. Der n\u00e4chste Schritt w\u00e4re gewesen, mich nach Gondor vor den Truchse\u00df zu schleifen. Ellena und ich versuchten ihr zu erkl\u00e4ren, da\u00df das keine sonderlich weise Idee war. Aber vermutlich ist das gleichg\u00fcltig &#8211; f\u00fcr jemanden, der so oder so nicht mehr lange zu leben hat. Was h\u00e4tte es ihr schon ausmachen k\u00f6nnen. Ellena zog sich dann mit ihr zur\u00fcck und versuchte zu retten, was zu retten war. Vardielle war eine gute Schauspielerin. Zumindest gut genug da\u00df ich Narr genug war ihr auf ein anschlie\u00dfendes Gespr\u00e4ch zu folgen. Lynne begleitete uns ebenfalls. Ich elender Idiot! Jetzt noch schmecke ich das, was man mir sp\u00e4ter als Atri\u00e9 vorstellte. Iyrawen sagt, es handle sich hierbei um ein sehr starkes Nervengift. Es ist einzig dem schnellen Handeln der andere &#8211; und eben der Medica &#8211; zu verdanken, da\u00df Vardielles Androhung sie w\u00fcrde mich mit auf die andere Seite nehmen nicht wahr geworden ist. Rodgar bereitete ihr ein Ende, wie ich h\u00f6re. Sie hat mich nicht mitgenommen. Zumindest nicht in jener Nacht. Aber die Medica ist besorgt. Es besteht die M\u00f6glichkeit, da\u00df ich mit diesem Schattenpilz infiziert wurde. W\u00e4re das der Fall, w\u00fcrde auch meine Zeit jetzt sehr schnell ablaufen&#8230;<\/p>\n<p>So sprach ich also gestern mit Lluvia. Er nannte es mutig \u00fcber meine Vergangenheit zu sprechen. Ich nenne es notwendig. Aber es ist getan. Wichtiger ist, ich sprach mit ihm \u00fcber die Krankheit. Sollte sie wirklich ausbrechen oder mir \u00fcberhaupt etwas zusto\u00dfen, so bat ich ihn meinem Wind treuer Regen zu sein, sollte ich irgendwann nicht mehr brennen k\u00f6nnen. Er stimmte zu. Lynne selbst m\u00f6chte ich mit diesen Gedanken nicht belasten. Schlimm genug da\u00df sie zugegen war als ich ob des Giftes zusammenbrach.<\/p>\n<p>Wenn ich an das Arbeitszimmer zur\u00fcckdenke, bilde ich mir ein auch immer wieder den Saum von Myneryas Kleid gesehen zu haben. Definitiv habe ich ihre Stimme geh\u00f6rt. Der Klang war&#8230; beunruhigt. Ich kann mich nicht genau erinnern wie sich alles anf\u00fchlte. Aber wie immer ich ausgesehen haben mag, es mu\u00df schlimm genug gewesen zu sein um die Zofe bis ins Mark zu erschrecken. Auch ihr w\u00e4re dieser Anblick wohl besser erspart gewesen. Es ist nicht gut wenn ein Haushalt den Herrn schwach sieht. Derart schwach. Inzwischen konnte sie \u00fcberredet werden Lynne einen ordentlichen Knicks zu zeigen. Schon seltsam, bei zwei Frauen, die beide zu sch\u00fcchtern wirken irgendjemanden anzusprechen. Najisa h\u00e4tte ich noch dazu laden sollen, dann w\u00e4re die Katastrophe wohl perfekt gewesen. Ich gestehe, es war am\u00fcsant ihnen zuzusehen. Aber das Ergebnis war durchaus zufriedenstellend. Bleibt die Frage, ob die Zofe jemals mit sich zufrieden ist. Ich glaube fast, sie hat stets Angst alles falsch zu machen. Dabei redet Ellena in den h\u00f6chsten T\u00f6nen von ihr.<\/p>\n<p>An irgendeiner Stelle h\u00f6rte ich auch Draganta. Angeblich hat er Iyrawen in den alten Wald begleitet. Aber an ihn kann ich mich kaum erinnern. Auf dem Treffen selbst jedenfalls war er nicht zugegen.<\/p>\n<p>Die Medica&#8230; Auch sie habe ich noch nie so in Sorge gesehen. Dabei w\u00e4re ich heute nicht mehr am Leben, h\u00e4tte sie nicht so schnell und gut reagiert. Sie sah sich gestern mein Auge an. Da\u00df ich nichts mehr sehe, rechts, sagt sie, ist eine Nachwirkung von Atri\u00e9. Sie wird versuchen sie r\u00fcckg\u00e4ngig zu machen, aber die Chancen stehen nicht gut. Das Wei\u00df der Pupille scheint ihr einen geh\u00f6rigen Schreck eingejagd zu haben. Auch fehlt ihr wohl ein wenig das Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wieso ich sagen kann es w\u00e4re, im Vergleich, ein geringer Verlust. Das alles jedoch tritt in den Hintergrund, denn sie will sich nun in die Studie um den Pilz vertiefen. Jedes Detail w\u00e4re wichtig. Jede Ver\u00e4nderung solle ich ihr sofort mitteilen. Und dann ist da noch dieses gr\u00e4\u00dfliche Zeug, was ich vorerst t\u00e4glich trinken soll. Wenn mich Atri\u00e9 nicht umgebracht hat, vielleicht schafft es ja doch noch diese ekelhafte Br\u00fche. Es ist wohl zu meinem Besten. Aber Himmel, wenn das die Strafe der Valar f\u00fcr meine Anma\u00dfung von damals war ist es ein wirklich sehr hoher Preis. Ich bedaure meinen Magen zutiefst. Iyrawen ebenfalls.<\/p>\n<p>Der gute Furbor war auf dem Treffen zugegen. Seine Reaktion war eigentlich wohl einfach nur ruhig zu bleiben. Aber ich sah ihn gestern. Der Art und Weise nach zu urteilen, wie er mit mir umging scheint auch ihn diese Enth\u00fcllung kaum ersch\u00fcttert zu haben. Er bleibt bei seinen Pflichten. Redete irgendwas von der Stadtwache. Ich \u00fcberlasse es Ellena und Elmion das Problem aus der Welt zu schaffen. Wie ich den derzeitigen Befehlen entnehme k\u00fcmmern sich die beiden bereits hervorragend darum. Und Furbor sticht als \u00e4u\u00dferst arbeitswillige Wache heraus.<\/p>\n<p>Auch seine Frau h\u00e4lt es sehr \u00e4hnlich. Die Berichte von Mewen liegen regelm\u00e4\u00dfig auf meinem Schreibtisch. Soweit ich die Sache beurteilen kann macht sie ihre Arbeit sehr gut. Ich sollte mich dennoch bald mit ihr treffen. An den letzten Bericht f\u00fcgte sie eine Notiz betreffs des Treffens an. \u00c4u\u00dferst beruhigende Worte, deren Wert ich kaum zu Papier bringen kann. Erschreckend wie wichtig mir die Meinung dieser Frau ist. Wohl weil ich sie f\u00fcr einen der cleversten K\u00f6pfe innerhalb des Haushaltes halte, ungeachtet ihrer Position. Ich sollte mir nicht zu lange Zeit lassen dieses Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Alle haben geh\u00f6rt. Alle haben genickt. Nur einer nicht. Und bei dem h\u00e4tte ich es wohl durchaus vorhersehen k\u00f6nnen. Wissen m\u00fcssen. Sethur f\u00fchlt sich verraten und verkauft, einer L\u00fcge wegen, die entstand und l\u00e4ngst Geschichte war, noch bevor er zu uns kam. Dennoch verstehe ich seine Entt\u00e4uschung. Es obliegt nunmehr mir zu sehen, ob es m\u00f6glich ist ihm seine&#8230; soll ich es Hoffnung nennen? Zur\u00fcckzugeben. So ich denn kann. Mein gestriger Versuch schlug fehl. Aber ich habe einen anderen Plan gefa\u00dft f\u00fcr das n\u00e4chste Treffen.<\/p>\n<p>Soweit man das behaupten kann bin ich inzwischen wohl genesen. Atri\u00e9 jedenfalls hat zwar Schaden angerichtet, wird aber keinen weiteren anrichten. Ich habe \u00fcberlebt, bin inzwischen wieder gewohnt stark auf den Beinen. Der Preis, der zu zahlen war, ist also das Augenlicht des rechten Auges. Ein geringer Preis, im Vergleich. Denn nach wie vor werde ich Lynne in den Armen halten k\u00f6nnen, werde mit ihr spazieren und reiten gehen k\u00f6nnen, werde Lluvias unpassende Witze h\u00f6ren &#8211; und wichtiger noch, ich werde unser Kind sehen. Zwar nun mit anderen Augen, aber immerhin. Ein relativ glimpflicher Ausgang. Ich w\u00fcnschte die Anderen k\u00f6nnten das \u00e4hnlich positiv sehen. Aber vielleicht bin ich inzwischen auch einfach nur verr\u00fcckt geworden, habe es nur schlicht noch nicht bemerkt.<\/p>\n<p>Und Lynne? Meine geliebte Rose&#8230; Mein Wind&#8230; Meine Rettung&#8230; Man hat sie inzwischen vom Dienst in der Wache freigestellt, der Schwangerschaft wegen. Ellena besteht darauf, sie Milady zu nennen. Auch Cardaan hat diese Angewohnheit anscheinend aufgenommen. Wohl nicht ganz zu Unrecht, auch wenn wir noch nicht verheiratet sind. Nicht vor ihren Augen. Nicht offiziell. Jedenfalls wird Lynne f\u00fcr die n\u00f6tigen Zeremonien lernen m\u00fcssen, wie man sich in einem Kleid bewegt. Wie man einen Knicks macht, wie man in so einem Kleid tanzt. Aber nicht die schnellen, ungest\u00fcmen T\u00e4nze des Volkes. Sondern die alten Schreitt\u00e4nze mit Traidition. Es mu\u00df ein wahrer Spie\u00dfrutenlauf f\u00fcr sie sein. Sie wirkt so unglaublich unsicher. Warum sie das alles dennoch auf sich nimmt, vermag ich nicht zu sagen. Aber ich danke ihr daf\u00fcr. Und mit der Hilfe der Anderen wird sie das alles mit Leichtigkeit meistern. Es f\u00e4llt mir immernoch schwer zu beschreiben, auf welche Art sie wundervoll f\u00fcr mich ist. Auf welche Arten. Sanguisa schrieb ich ein Gedicht dar\u00fcber, jedoch schaffe ich es auch darin nicht alles zum Ausdruck zu bringen. Die demagogische Wortgewandtheit welche mir Sethur vorwirft scheint mich in Liebesangelegenheiten nur all zu schnell zu verlassen. Lynne hat bessere Worte verdient als meine sch\u00e4bigen Beteuerungen. Seltsamerweise sind sie ihr dennoch genug.<\/p>\n<p>Auch das hat mich am Sonntag Abend auf dem kalten Steinboden l\u00e4cheln lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es kam v\u00f6llig anders als ich es erwartet habe. Es war n\u00f6tig die Geschichte zu enth\u00fcllen. Ich h\u00e4tte nicht erwarten k\u00f6nnen, da\u00df sie einem Mann in den Krieg folgen, den sie nicht wirklich kennen. Es war ihre Entscheidung. Und jeder entschied sich. 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