Es ist Herbstfest. Was mir eigentlich völlig egal wäre, wäre da nicht diese ewige Versuchung der Pferderennen. Man mag mich eitel nennen – in diesem Fall auch völlig zu Recht – aber ich habe eine perverse Freude daran an den Rennen teilzunehmen.
Noch mehr Freude habe ich natürlich dann, wenn ich das Rennen auch noch gewinne. Ursprünglich hatte ich befürchtet, daß ich keine Chance hätte, ob des verlorenen Auges. Aber mein Wind, mein Wind ist mir treu.
Und ich habe eine Theorie diesbezüglich: Mein geliebter Wind greift mir unter die Arme, sobald sie sehen kann, daß andere Damen zusehen. Beim Sommerfest war es Mewen, welche zusah und ob welcher mir mein Wind zur Seite stand. Nunmehr, beim Herbstfest, war es Tarona, welche an der Absperrung stand und zusah. Immer dann, wenn ich gesehen wurde, gewann ich.
Viento, seid ihr es, die zeigen will wer euch gehört? Daß es nicht möglich ist, für jemanden außer euch zu reiten. Wahrlich, der Gedanke mag – der Gedanke ist arrogant. Aber verzeiht ihn mir dennoch, wenn ihr könnt. Denn für niemanden reite ich lieber. Euer Wind treibt mich vorwärts.
Vielleicht kann das sogar der Drache schätzen. Vielleicht ritt er mit, wenn er sie sah. Zum Trotz. Zum Ansporn. Zu eurem Ruhm.
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