Empty chairs at empty tables

Man könnte glauben, es wäre nichts geschehen. Ruhig wie ihr in meinen Armen liegt, könntet ihr schlafen. Dennoch wissen wir beide es besser.

Niemand hat euch je so gesehen, wie ich es habe. Niemand kennt diese letzten Schwächen. Oder hat diese Stärken gesehen. Und niemand wird es mehr. Es ist endlich still geworden. Und friedlich um euch. Werdet ihr sie hören können, wenn sie nun noch zu euch sprechen? Ihre Hoffnungen und Wünsche nun besser verstehen und sein, was ihr so lange nicht gewesen seid?

Ihr findet Frieden hier, das versprach ich. Und dieses Wort halte ich.

Warum und wofür ihr getan habt, was ihr tatet, werde ich wohl nie wirklich verstehen. Und ich wage zu behaupten, daß es den anderen nicht besser ergehen wird. Ein wenig Wärme noch. Wir brauchen die Ruhe beide. Zu Atem kommen. Klare Gedanken fassen. Ausbrechen aus dem Rausch, welchem wir vorhin noch beide zum Opfer fielen.

Sie werden bald hier sein. Es ist Zeit, daß wir euch vorbereiten. Damit sie euch noch einmal ins Gesicht sehen können, ihr Urteil fällen mögen, wie immer sie es auch zu gestalten gedenken. Und wenn alles geschehen ist, wird euch niemand mehr stören. Auch darauf habt ihr mein Wort.

Es fällt schwer loszulassen, ich weiß. Auch mir fällt es schwer, sogar jetzt. Aber so lange schon haben sie gewartet. Sie brauchen ihre Freiheit. Und auch ihr. Ihr seid ihnen nur einen Schritt voraus.

Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.
Trackbacks are closed, but you can post a comment.

Leave a Reply