Dieses kleine Büchlein ist in recht kleiner, stets äußerst gehetzt wirkender Schrift verfaßt. Bedenkt man das ist es verwunderlich, daß nicht ein Wort auf einer Seite durchgestrichen ist.
Heute Nacht fiel es mir schwer Schlaf zu finden. Die ganze Zeit mußte ich an Flare denken. Treuer Flare. Und das Pferd der Fremden. Es ist gerecht, daß sie Flare dafür fordert, daß ich ihr Pferd nahm. Und nach allem, was gestern geschah ist es wohl auch das Beste für ihn. Er soll es besser haben. Hoffentlich kann die Fremde der Bitte in der Nachricht folgen…
Sein Fehlen jedoch werde ich zu erklären und zu verantworten haben. Teldarin wird wissen wollen was aus ihm wurde. Ich kann mir gut vorstellen wie sie darauf reagieren wird. Ganz die Tochter ihres Hauses. Allein von dem Gedanken daran wird mir übel.
Es gibt Menschen hier. Das ist beruhigend. Aber auch andere – Wesen. So sah ich gestern eine Frau mit Ohren, die nach oben spitz zusammen liefen, denen eines Tieres nicht ganz unähnlich. Die Gäste dieses Hauses sprachen von Engeln, Dämonen, Halbgöttern. Ich verstehe nicht, wie irgendetwas hier von Bestand sein kann. Und wie irgendjemand hier freiwillig bleiben wollen würde. Auch erwähnten sie Werwölfe und anderlei Getier.
Und das ist seltsam… Denn für Werwölfe scheint sich die Fremde zu interessieren. Eine einzige Frau gegen solch eine Bestie? Ich glaubte, sogar für eine Hexe sei das zu viel. Interessanter aber noch warum sie Werwölfe suchen sollte.
Es wird Zeit. Ich sollte Teldarin nicht länger warten lassen.
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