Als ich gestern am See Flare trenkte, traf ich auf jene Frau, der ich ihn nun zu geben hatte. Wenigstens schien er sie zu mögen. Ich hoffe, sie bleibt still solange sie um ihn herum ist. Er mag keine Geräusche. Natürlich nicht. Er ist ein Pferd.
Warum sie wie besessen aus dem Wald geritten kam, weiß ich nach wie vor nicht. Aus Reflex zog ich meine Waffe. Und als die Lage brenzliger wurde, fand ich mit dem Parierdolch in der Schulter ihres Pferdes einen Weg mir wieder Luft zu verschaffen.
Ich hatte keine Ahnung worauf ich mich einließ. Später im Stall, als sie Rache für ihr Pferd nehmen wollte, wie ich vermute, hörte ich etwas. Mit jedem Schritt wurde es lauter, den sie auf mich zu tat. Das gleiche Knistern. Ich weiß wohl, daß ich es wirklich nur gehört habe. Kein Geruch, nichts sonst. Dennoch glaubte ich die Klinge wärmer werden zu spüren. Aber es geschah nichts.
Nichts, außer dem Schnitt an meinem Hals. Wohl nur eine Mahnung ihrerseits. Dennoch war er weg, als ich später im Schankraum wieder wach wurde. Ich vermute, daß ich das entweder ebenfalls ihr oder eben dem Roten zu verdanken habe. Seltsamer Fremdländer. Er spricht ungewöhnlich. Wenigstens aber ist es bei ihm nur das, nicht wie bei der Frau mit den ungewöhnlichen Ohren.
Teldarin… Ich nannte ihren Namen um die Schuld zu begleichen. Und ihr berichtete ich auch von Flares Verbleib. Die Fremde riet mir an diesem Ort wachsam und ausgeschlafen zu bleiben. Als Tochter ihres Hauses hat Teldarin das erstmal verhindert. Der Rücken wird das noch eine ganze Weile nicht erlauben.
Damit sind es nun drei Spitzen. Verdammt.
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