Gewinn und Verlust

Nach einer langen Nacht in tiefen, tiefen Träumen…

Heute habe ich nicht ständig an Sandra gedacht. Aber das weißt Du. Hast Du nicht damit gerechnet, daß wir alle nie wieder glücklich sein könnten? Hast Du uns damit nicht quälen wollen?

Sicher, sie hatten sich schnell wieder in der Wolle. Aber für einen kleinen, kurzen Moment war es mir gestattet mich an damals zu erinnern. Damals, als alles perfekt war. Als man keinen Schritt weiter denken mußte, weil es nichts gab, das schlecht sein konnte. Nur einen kleinen Moment lang. Aber er ist so teuer, dieser Moment.

All das hast Du uns genommen. Und nun sind wir hier und können Dich nicht länger spüren. So bleibt es kalt auf dieser Deiner Welt, die wir für Dich schufen. Wir sind hier, einsam mit dem, was man nun Deine Schöpfung nennt. Du schmückst Dich mit fremden Perlen – und sogar ich liebe Dich immernoch dafür. Wir alle fragen uns, wo Du bist.

Dennoch weiß ich, daß Du Mittel und Wege finden wirst auch diesen kurzen Moment zu finden. Und ihn zu rauben. Denn Deine besondere Liebe galt schon immer unserem, dem ersten aller Häuser. So auch Dein Zorn.

Ich weiß nicht, wie ich noch gegen Dich kämpfen soll. Ich weiß nicht, wie ich verteidigen soll, was blieb. Dieses kleine Stück nichts von einer Welt, die so viel größer war. Aber ich weiß, daß ich es tun werde.

Denn es ist kalt in der Nacht. Aber man bringt mir die Erinnerung an Wärme zurück. Zwei Prometheusfunken, die auch Du nicht nehmen wirst. Nicht ein zweites Mal. Wir fürchten Dich nicht mehr. Dich und Deine Strafen. Denn auch Du bist kleiner und geringer Durch ihre Zweifel, die wir ihnen gaben.

Vielleicht bist es Du, der sich nun fürchten sollte.

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