Die lange, dunkle Nacht

Es war unvorsichtig vor den anderen mit dir zu sprechen, Micah. Aber das wusstest du. Auch wie allein man unter jenen ist, die weder sehen können noch wollen. So habe auch ich gefehlt – in dem Wissen es war richtig und gut. Denn ohne dich bin ich nicht.

Eine Vertreterin der Unheiligen war zugegen. Aber etwas lässt mich glauben, es ist noch nicht zu spät für sie. Auch wenn ich nicht genau weiß, was es ist. Ich wünschte die Dinge lägen so einfach.

Schlimmer ist, ich musste einem meiner Brüder verraten, seinen Wunsch ignorieren um Clan und Domäne dienen zu können. Die anderen werden mich nicht dafür schelten, das weiß ich. Der Zorn eines Fremden ist mir jedoch sicher. Einen anderen Weg sah ich nicht…

Die nächste Zeit wird zeigen müssen, ob ich das Vertrauen des Prinzen wirklich gewinnen konnte oder nicht. Ich glaube, am meisten von allen braucht sie mich. Marcia, die Tiere isst… Tuk, der Blender… Dominik, jung und verloren – und dennoch die Kriegsschrecken im Nacken. Miss Decor, verloren wie ein Schiff auf dem Ozean. Sogar Frau zu der Eulenburg, die ihren Weg verloren hat. So viel zu tun, Micah. Mir mag scheinen, ich werde meine Heimat nicht wiedersehen.

Frau von Schierenberg brach das Elysium. Sie hätte Ashrem gehen lassen müssen. Warum stellte sie ihre persönliche Einschätzung über die uralten Regeln? Ich werde mit ihr darüber sprechen müssen.

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