Meister, Meister, gib mir Rosen

Heute Nacht träumte ich viel.

Zum einen war da das Feuer, welches ich spürte als Iyrawen seinerzeit mein Bein behandelte. Welches mir manchmal des nachts durch die Adern kriecht. Welches mich wach sein läßt, egal zu welcher Tages- und Nachtzeit. Welches mich stechend heiß daran erinnert, sterblich zu sein. Und mich heißt, Vorsicht walten zu lassen. Mich antreibt. So manches Mal mich weder rasten noch ruhen läßt. Obwohl ich also Schlaf diese Nacht fand, wie auch Träume – Ruhe fand ich darin wenig. Aber es war keine schlechte Agitation.

Auch sah ich in meinen Träumen einen Wolf auf drei Beinen, der mich wütend anknurrt und dennoch nicht beißt. Es braucht keinen Weisen um das Bild zu deuten. Bleibt zu hoffen, daß Rodgar ähnlich zurückhaltend bleibt, sobald er nächer die Strafe erfährt, welche ihm zugedacht wurde.

Und er spielt weiter eine wichtige Rolle. Er wird den Drachen geben. Wird den gekrönten Weg nach rechts geben. Den dornigen nach links. Und beides wird richtig sein, vereint im gleichen Körper. Ich bin sicher er weiß, was er tut.

Vor allem aber träumte ich von dieser einen Rose. Und muß mich doch selbst belächeln. Da bin ich nun, ein Mann, der frei von sich behauptet hat, er würde niemals wieder die Nähe einer Frau suchen, die sich nur wenig als solche zu geben weiß. Nie wieder eine Frau in Leder oder Waffen. So stehe ich nun hier und strafe mich selbst Lügen, denn abermals zieht es mich zu einer Frau, die sehr wohl weiß wo das spitze Ende einer Waffe ist und wie man es am günstigsten in seinen Genger treibt. Jedoch ist es dennoch anders, dieses Mal. Denn in dieser Frau stecken noch die Träume, wenn man ihr nur lange tief genug in die Augen sieht. Sie hat die Welt noch nicht aufgegeben und ausgesperrt. So glaube ich zumindest.

Wenn ich nur könnte, wie ich will…

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